In Kürze

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Kapsch darf bleiben – Lebensstandard steigt leicht

25. 11. 2016 - Text: Jan Nechanický

Kapsch darf bleiben
Das Kartellamt (ÚOHS) hat die Beschwerde des Mautsystem-­Betreibers SkyToll gegen die Vertragsverlängerung des Verkehrsministeriums mit der österreichischen Firma Kapsch zurück­gewiesen. Das gab das Amt Ende vergangener Woche bekannt. Das Unternehmen SkyToll, das das Mautsystem in der Slowakei betreibt, hatte die Entscheidung des Ministeriums angefochten, weil es den Vertrag ohne eine öffentliche Ausschreibung um drei Jahre verlängert hatte. Das Kartellamt argumentierte, dass an dem Fortlaufen des Vertrags ein öffentliches Interesse bestehe. Es sei im Interesse des Staates, verlässlich mit den jährlichen Mauterlösen zu planen, so die Behörde. Durch die aktuelle Vertragsverlängerung gewinne man laut Verkehrsminister Dan Ťok (ANO) die nötige Zeit, um eine für alle Bewerber zugängliche öffentliche Ausschreibung zu erarbeiten. Der seit 2007 bestehende Vertrag mit Kapsch wurde in der Vergangenheit mehrmals kritisiert. Seit Inbetriebnahme des Mautsystems kassierte Tschechien umgerechnet mehr als 2,5 Milliarden Euro Mautgebühren. Kapsch erhält rund 20 Prozent der Summe.   (jn/čtk)

Lebensstandard steigt leicht
Im Vergleich mit den Ländern der Eurozone wird in der Tschechischen Republik im kommenden Jahr der Lebensstandard ansteigen. Das ergab eine am Wochenende vom Finanzministerium veröffentlichte Studie. Die Prognose geht vom Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 82 Prozent des Durchschnitts der Eurozone aus. Das entspricht einer Steigerung von einem Prozent gegenüber 2016. Die Studie verglich das BIP ostmitteleuropäischer Staaten unter Berücksichtigung der Kaufkraft und kam dabei zum Schluss, dass Tschechien klar vor seinen Nachbarländern Polen und der Slowakei liegt. Grund für die optimistische Einschätzung ist das starke Wirtschaftswachstum. 2011 lag der gleiche Indikator noch bei 75 Prozent. Allerdings werde sich die stärkere Kaufkraft auch auf das Preisniveau auswirken. So ist hier ebenfalls von einem leichten Anstieg von 62 auf 63 Prozent des Eurozone-Mittelwertes auszugehen.   (sw/čtk)



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