Auf gute Nachbarschaft

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Sachsen und Tschechien feiern 20-jähriges Bestehen ihrer Partnerschaft

12. 12. 2012 - Text: Franziska NeudertText: fn; Foto: Sächsische Staatskanzlei

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Rund 450 Kilometer Grenze liegen zwischen Sachsen und Tschechien. Eine Linie, die sich im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte zunehmend zu einem verknüpfenden Band denn einer Abgrenzung entwickelte. Am 5. Dezember 1992 unterzeichneten die damaligen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf und Václav Klaus eine Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit und öffneten damit ein neues Kapitel in den Beziehungen beider Länder. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums reiste Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) am vergangenen Freitag nach Prag, wo er zu Arbeitsgesprächen mit seinem Amtskollegen Petr Nečas (ODS) und Außenminister Karel Schwarzenberg (TOP 09) zusammentraf. „Mit keinem anderen Staat pflegt der Freistaat Sachsen so gute Beziehungen wie mit der Tschechischen Republik“, bilanzierte Tillich das bisher Erreichte. Die Erklärung sei ein gutes Zeichen nicht nur für die beiden Länder, sondern für ganz Europa.

Am Nachmittag überreichte Tillich in der Deutschen Botschaft Schwarzenberg den Verdienstorden des Freistaats Sachsen. Er würdigte den Minister, der am Montag seinen 75. Geburtstag feierte, für seine Verdienste um die Beziehungen beider Länder sowie seinen beständigen Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte. „Unerwartet und unverdient“, kommentierte Schwarzenberg die Auszeichnung, die er mit sichtlicher Freude entgegennahm. Gerade dem Engagement des Außenministers ist es auch zu verdanken, dass im Juni dieses Jahres ein Sächsisches Verbindungsbüro auf der Prager Kleinseite eröffnete.