In Kürze

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117 Millionen Euro für Nexen Tire genehmigt – Neues Industriegebiet in Ostrava

29. 7. 2015 - Text: Corinna Anton, Foto: Nexen Tire

Tschechien darf den Reifenhersteller Nexen Tire mit fast 117 Millionen Euro (mehr als 3,2 Milliarden Kronen) unterstützen. Das teilte die Europäische Kommission am Donnerstag vergangener Woche in Brüssel mit. Sie genehmigte die geplanten Investitionsanreize für ein neues Werk des südkoreanischen Unternehmens bei Žatec im Kreis Ústí nad Labem. Die Summe setzt sich zusammen aus direkten Zahlungen in Höhe von 39,7 Millionen Euro, Beiträgen zur Schaffung von Arbeitsplätzen (10,1 Millionen Euro) sowie Steuererleichterungen und Vergünstigungen beim Grundstücks­erwerb. Laut Angaben der tschechischen Behörden investiert die Firma mehr als 22 Milliarden Kronen (812 Millionen Euro) in den Neubau und verspricht, knapp 1.400 Arbeitsplätze in Nordböhmen zu schaffen. Bereits im Herbst sollen die ersten Reifen produziert werden.

Industriegebiet nahe Ostrava geplant
In Karviná nahe Ostrava soll in den kommenden drei Jahren das Gewerbegebiet „Nad Barborou“ entstehen. Das hat die Regierung am Mittwoch vergangener Woche beschlossen. Der Staat will laut Premier­minister Bohuslav Sobotka (ČSSD) 750 Millionen Kronen (knapp 28 Millionen Euro) investieren. Die Kosten für die geplante Industriezone werden auf 1,2 Milliarden Kronen geschätzt. Langfristig sollen dort bis zu 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Bereits vor zwei Jahren hatte die damalige Regierung beschlossen, 750 Millionen Kronen für das neue Gewerbegebiet bereitzustellen, um Arbeitsplätze im Mährisch-Schlesischen Kreis zu schaffen. Das versprochene Geld kam aber nie in der Region an, die eine der höchsten Erwerbslosenquoten im ganzen Land verzeichnet. Ende Juni betrug der Anteil der Arbeitssuchenden dort 11,3 Prozent.



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