In Kürze

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Wachsende Wettbewerbsfähigkeit – Landwirtschaftliche Diplomaten – PPF erhöht Anteile

24. 6. 2015 - Text: Corinna Anton, Foto: Dirk Kruse/pixelio.de

Wachsende Wettbewerbsfähigkeit
Die heimische Wirtschaft ist konkurrenzfähiger geworden. Auf einer kürzlich veröffentlichten Rangliste der makroökonomischen Wettbewerbsfähigkeit, die von der Schweizer Organisation Weltwirtschaftsforum erstellt wurde, belegt Tschechien den 37. Platz unter 144 Staaten. Nach vier Verschlechterungen in Folge hat sich das Land erstmals wieder verbessert und liegt nun neun Positionen weiter vorne als 2014. Erfolgreicher als in der Vergangenheit schnitt die hiesige Wirtschaft vor allem in den Kategorien Finanzmärkte, makroökonomisches Umfeld und höhere Bildung ab. Als Schwächen Tschechiens werden im Bericht des Weltwirtschaftsforums die geringe Zahl der Patentanträge, die mangelnde Kooperation zwischen Universitäten und Industrie in Bereich Forschung und Entwicklung sowie die vorherrschende Stellung von Subunternehmern für ausländische Firmen genannt. Gravierende Probleme der Institutionen seien unter anderem das „nicht ausreichend ethische Verhalten“ der Firmen, die Voreingenommenheit von Regierungsbeamten bei Entscheidungen und das geringe Vertrauen der Öffentlichkeit in die Politik, heißt es in der Analyse.

Landwirtschaftliche Diplomaten
Noch in diesem Jahr wird das Landwirtschaftsministerium je einen Diplomaten nach Russland, China, Saudi-Arabien und Serbien entsenden. Die Experten sollen tschechischen Unternehmen in den Zielländern helfen, Exportmöglichkeiten zu finden. Das teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag mit. Formal werden die Diplomaten der tschechischen Botschaft im jeweiligen Land unterstehen, sie arbeiten jedoch für das Landwirtschaftsministerium, das für jeden Posten etwa 3,5 Millionen Kronen (knapp 130.000 Euro) jährlich bereitstellt. Die Regionen, in die das Ministerium die sogenannten grünen Diplomaten schickt, sind laut Ressortchef Marian Jurečka (KDU-ČSL) Tschechiens bedeutendste Handelspartner außerhalb der Europäischen Union. Mit Ergebnissen der Maßnahme rechnen die Behörden erst in einigen Jahren. Ursprünglich sollte auch ein Experte in die Ukraine geschickt werden. Aufgrund der politischen Lage wird die Stelle aber vorerst unbesetzt bleiben.

PPF erhöht Anteile
Die Finanzgruppe PPF des reichsten Tschechen Petr Kellner hat ihre Anteile an den Unternehmen Home Credit und Air Bank jeweils um zwei auf 88,62 Prozent gesteigert. Sie erwarb Aktien von der Investi­tionsgesellschaft EMMA, deren Besitzer der Generaldirektor von Home Credit Jiří Šmejc ist. EMMA erhielt im Gegenzug von PPF fünf Prozent der Anteile am russischen Einzelhandelsnetz Eldorado, an dem Kellners Unternehmen somit noch 80 Prozent der Anteile besitzt. Das teilte PPF-Sprecher Radek Stavěl am Freitag mit. Die Finanzgruppe investiert in Europa, Russland, Asien und den USA unter anderem in den Bereichen Telekommunikation, Versicherungen, Immobilien und Landwirtschaft. Ihr Nettogewinn sank 2014 um etwa 20 Prozent auf 372 Millionen Euro (etwa 10,2 Milliarden Kronen). Grund dafür war der Einbruch der russischen Wirtschaft. Das 1997 in Tschechien gegründete Unternehmen Home Credit zählt zu den führenden Anbietern von Verbraucherkrediten in Mittel­europa und Asien. Air Bank ist erst seit 2011 hierzulande aktiv.



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