In Kürze

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Vertrag mit Kapsch verlängert – Einigung im Ölstreit – Avast kauft AVG

13. 7. 2016 - Text: Franziska Neudert

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Vertrag mit Kapsch verlängert
Der Vertrag mit dem Betreiber des Lkw-Mautsystems wird um weitere drei Jahre verlängert. Wie Verkehrsminister Dan Ťok (ANO) am Montag sagte, werde es keine öffentliche Ausschreibung geben. Das österreichische Unternehmen Kapsch betreibt hierzulande seit 2007 das elektronische Mautsystem für Lastwagen. Der Vertrag läuft zum Jahresende aus. Ein Nachfolger konnte bisher nicht gefunden werden. Vor zwei Monaten hatten Gutachten des Verkehrsministeriums ergeben, dass ein schneller Übergang an eine andere Firma aus technischen Gründen nicht möglich sei. Innenminister Milan Chovanec (ČSSD) hatte Ťok dafür kritisiert. Auch die Ministerin für Regionalentwicklung Karla Šlechtová (ANO) hatte Ťok am Freitag vergangener Woche aufgefordert, er solle nachweisen, dass sich der Staat um die Unabhängigkeit von Kapsch bemühe. Ťok verweist auf schlecht ausgehandelte alte Verträge. In den vergangenen neun Jahren hat der tschechische Staat rund 70 Milliarden Kronen (etwa 2,6 Milliarden Euro) aus der Lkw-Maut eingenommen.

Einigung im Ölstreit
Tschechien bekommt seine staatlichen Kraftstoffreserven aus dem Lager der bankrotten Viktoriagruppe im oberbayerischen Krailling zurück. Darauf einigten sich Vertreter der zuständigen Behörde am Dienstag in München mit dem Insolvenzverwalter und dem neuen Eigentümer des Lagers. Letzterer ist die Firma Krailling Oils Development. Sie habe zugesagt, innerhalb von zwei Monaten die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Vorräte im Wert von etwa 1,2 Milliarden Kronen (44.000 Euro) abtransportiert werden können, erklärte der Sprecher der Staatlichen Rohstoffreservenverwaltung (SSHR) Jakub Linka. Der Streit um die etwa 80 Millionen Liter Diesel  begann im Dezember 2014, als die Viktoriagruppe Insolvenz anmeldete.

Avast kauft AVG
Der tschechische Entwickler von Antivirenprogrammen Avast Software hat seinen niederländischen Konkurrenten AVG Technologies übernommen. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, habe es AVG Technologies für 1,3 Milliarden US-Dollar erworben. Die Firma AVG wurde 1991 in Brünn gegründet. Aktuell hat sie ihren Hauptsitz in Amsterdam und beschäftigt weltweit mehr als 1.000 Mitarbeiter in verschiedenen Niederlassungen. Avast liefert Sicherheits­systeme für Computer und Mobileinrichtungen. Weltweit mehr als 230 Millionen Menschen nutzen die tschechische Software. Durch die Übernahme steigt die Anzahl der Nutzer auf mehr als 400 Millionen.