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Spannung in Gambrinus-Liga/Sparta international erfolgreich

11. 10. 2012 - Text: Stefan WelzelText: sw/čtk

Tschechiens höchste Fußball-Spielklasse präsentiert sich nach zehn Runden äußerst ausgeglichen. Am vergangenen Spieltag gab es an der Spitze der Liga einen Zusammenschluss mehrerer Teams. Platz eins und fünf trennen lediglich vier Punkte. Einen Schritt zurück in den Zirkel der Titelanwärter machte der AC Sparta Prag mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Baník Ostrava. Zuvor verlor das Team von Trainer Vítěslav Lavička drei Mal in Serie ein Liga-Spiel. Am vergangenen Donnerstag konnte Sparta seine Negativspirale durch einen überraschenden 3:1-Sieg im Europapokal gegen den spanischen Klub Athletic Bilbao beenden. Die zweite international vertretene tschechische Mannschaft, der FC Viktoria Pilsen, musste dagegen eine bittere 0:1-Niederlage gegen den Europa-League-Titelverteidiger Atlético Madrid hinnehmen. Der Siegtreffer gelang den Spaniern in ihrer Heimat im Vincente-Calderon-Stadion erst in der letzten Minute der Nachspielzeit. In der heimischen Gambrinusliga zeichnete sich für die Pilsener gegen den Abstiegskandidaten aus Příbram mit dem gleichen Resultat gleich die nächste Pleite ab. Der meistgenannte Titelkandidat rutschte damit auf den vierten Tabellenplatz ab. Spitzenreiter ist nach wie vor der FK Baumit Jablonec mit Top­scorer und Nationalstürmer David Lafata (9 Tore). 

Konečný verliert Titelkampf
Der tschechische Halbmittelgewicht-Profiboxer Lukáš Konečný verlor zum zweiten Mal in seiner Laufbahn einen Weltmeisterschaftskampf. Gegen den 27-jährigen Russen Zaurbek Baysangurow erlitt der 34-Jährige am vergangenen Samstag in Kiew eine klare Niederlage. Nach zwölf Runden sahen ihn alle drei Wertungsrichter nach Punkten hinten. Konečný trat nach seinem Sieg gegen den Franzosen Salim Larbi im April dieses Jahres als Interimsweltmeister des Verbandes WBO an. Gegen den aus dem Kaukasus stammenden Baysangurow war er von Anfang an in der Defensive. Bereits in der ersten Runde hatte Konečný eigenen Angaben zufolge Mühe mit der Sicht. Verursacht wurde dieses Handicap durch einen tiefen Schnitt über dem linken Auge. Für den Tschechen war es im 54. Profikampf erst die vierte Niederlage. Der Frage nach einem möglichen Ende der Karriere wich Konečný aus. Er müsse den Kampf zuerst analysieren, sich ein paar Tage ausruhen, nachdenken und danach eine Entscheidung fällen, so der Linksausleger, der für den Magdeburger SES-Stall boxt. 

Kladno in der O2-Arena
Rytíři Kladno (Ritter Kladno), der Extraliga-Eishockeyklub von und mit Spielerlegende Jaromír Jágr, wird am Dienstag, 23. Oktober, zum dritten Mal in dieser Saison ein Heimspiel in der Prager O2-Arena ausrichten. Der Klub ließ in einer Pressemitteilung von vergangenem Montag weiter ausrichten, dass es keine wirtschaftlichen Überlegungen sind, die zu dem Entschluss führten, möglichst viele Spiele in der rund 17.000 Zuschauer fassenden Halle in Prag 9 über die Bühne gehen zu lassen. Das Ziel sei es, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu bieten, die tschechischen Stars aus der NHL zu sehen, die zur Zeit für die Ritter aus Kladno spielen. Allerdings sei es nicht einfach, im vollen Terminkalender der Arena eine passende Lücke zu finden, verriet Kladno-Besitzer Jágr. Der Vorverkauf für die Partie gegen die Kometen aus Brünn beginnt am 15. Oktober über die Ticket-Verkaufs-Gesellschaft Sazka Ticket.

Hašek beendet Karriere
Nachdem der tschechische Eishockey-Torwart Dominik Hašek zuletzt über einen weiteren Wechsel in die NHL nachdachte, setzte er am vergangenen Freitag den medialen Spekulationen ein Ende. Der Pardubicer verkündete zum dritten Mal nach 2002 und 2008 seinen Rücktritt vom Profisport. Dieser solle nun den definitiven Abgang bedeuten. Gemäß Hašek waren bis vor kurzem noch zwei bis drei Vereine aus der höchsten nordamerikanischen Eishockey-Klasse an einer Zusammenarbeit interessiert, letztlich kam es aber zu keiner Einigung. Ohnehin befindet sich die NHL in einem sogenannten Lockout, in dem aufgrund von Vertragsstreitigkeiten zwischen Spielergewerkschaft und Ligaverband keine Wettkämpfe stattfinden. Hašek spielte zuletzt bis April 2011 für den russischen Klub HK Spartak Moskau und hielt sich seither vor allem bei seinem Heimatverein in Pardubice fit. Der bereits 47-jährige Hašek ist einer der erfolgreichsten und beliebtesten Sportler des Landes. Er gewann in seiner über 30 Jahre andauernden Karriere unter anderem zwei Mal den Stanley Cup (2002, 2008), die tschechoslowakische Meisterschaft (1987, 1989), die tschechische Meisterschaft (2010) und als herausragendsten internationalen Erfolg die Olympischen Spiele 1998 in Nagano. An diesen waren zum ersten Mal in der Geschichte des Sports sämtliche Nationalmannschaften mit all ihren besten Spielern aus der NHL vertreten. Zur Überraschung vieler Experten gewann damals die tschechische Auswahl mit dem überragenden Hašek im Tor. 

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