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Private Altersvorsorge: Neuregelung ab 2013

28. 11. 2012 - Text: Ivan DramlitschText: id/čtk; Foto: Alex E. Proimos/flickr

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In Tschechien ist die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge über eine Rentenzusatzversicherung in den vergangenen drei Quartalen im zwischenjährlichen Vergleich um 172.000 auf 511.000 gestiegen. Das geht aus Statistiken des Finanzministeriums hervor, das zu Ende September insgesamt 4,6 Millionen Teilnehmer an der Rentenzusatzversicherung registrierte. Dieser Anstieg hängt nach Expertenmeinung mit der im Januar 2013 in Kraft tretenden Rentenreform zusammen.

Die Anzahl der Teilnehmer an der Zusatzversicherung ist im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 76.000 gestiegen. „Der Grund, warum es mehr neue Verträge als neue Teilnehmer gibt, besteht darin, dass diejenigen, die Anspruch auf Auszahlung hatten, dies auch geltend machten und dann meistens gleich einen neuen Vertrag abschlossen“, so Jan Lener, Finanzanalytiker bei „Broker Consulting“. Wichtig waren in diesem Zusammenhang die Monate Januar und Februar, als die Versicherten zum letzten Mal die Möglichkeit hatten, den Rentenfonds zu wählen. „Zu der Zeit gab es massive Transfers zwischen den Fonds, und diese Verträge werden als neue Verträge erfasst“, erläutert Petr Brousil, Sprecher des Rentenfonds der „Česká pojišťovna“.

Mehr Verträge bedeuten gleichzeitig mehr staatliche Zuschüsse, diese betragen mittlerweile 4,3 Milliarden Kronen, das ist eine zwischenjährliche Steigerung um 143 Millionen. Zuschüsse gibt es dabei nur für diejenigen, die mindestens 300 Kronen (ca. 12 Euro) monatlich beiseite legen. Der durchschnittliche Sparbetrag beträgt derzeit knapp 450 Kronen.

Die Möglichkeit einer Rentenzusatzversicherung gibt es in Tschechien seit 1994. Die Neuregelung ab 2013 verpflichtet den Versicherten unter anderem dazu, eine Investitionsstrategie festzulegen, womit auch „mutigere“ Geldanlagen ermöglicht werden.