Konterttipps der Woche (20. bis 27. November)

Konterttipps der Woche (20. bis 27. November)

Jazz-Ikone Dee Bridgewater, Hip-Hop-Künstler Zebra Katz und Reggae-Sänger Patrice

19. 11. 2014 - Text: PZText: PZ; Foto: Dee Dee Bridgewater

Dee Dee Bridgewater
Seit mehr als 40 Jahren steht Jazz-Legende Dee Dee Bridgewater auf der Bühne. Die US-amerikanische Sängerin zählt unbestritten zu den Größten ihres Genres. Immer wieder versuchte sie sich auch erfolgreich als Filmschauspielerin und war lange Jahre am Broadway tätig. Bridgewaters Heimat blieb dabei stets der Jazz. Die Wahlpariserin und UN-Botschafterin gewann in den neunziger Jahren einen Grammy für ihre liebevolle Hommage an Ella Fitzgerald. Die begnadete Sängerin hat das gewisse Etwas in ihrer Stimme. An diesem Abend wird sie sich ganz dem Schaffen Billie Holidays widmen – und dies garantiert mit all ihrer positiven Energie und bezaubernden Leichtigkeit.

Lucerna – Großer Saal, Sonntag, 23. November, 19 Uhr, Eintritt: 890–2.590 CZK

Zebra Katz
Ojay Morgan alias „Zebra Katz“ ist einer der aufstrebenden Vertreter einer neuen Welle von queeren Hip-Hop- und Rap-Künstlern aus den USA. Berühmt wurde Katz durch seine Single „Ima read“, die von Star-Designer Rick Owens bei der Pariser Fashion-Week 2012 verwendet wurde. Dass Katz für eine Modeschau ausgewählt wurde, ist kein Zufall. Der junge Mann mit dem leichten Hang zur Exzentrik hat ein starkes Bewusstsein für Mode. Der 28-Jährige engagiert sich außerdem gegen Sexismus und nennt Grace Jones als sein großes Vorbild. Musikalisch verbindet Katz politische Texte mit einem hervorragenden Gespür für Beats.

MeetFactory, Donnerstag, 20. November, Eintritt: 390 CZK

Bill Evans & Soulgrass Band
Obwohl die musikalische Heimat des Saxophonisten Bill Evans eindeutig der Jazz ist, pflegte der 56-Jährige aus Illinois schon immer eine Leidenschaft für alte amerikanische Folk-Musik. Banjo, Geige, Mandoline und Steelguitar sind nun auch die Instrumente seiner Soulgrass-Begleitband. Evans machte sich schon in jungen Jahren einen Namen. Mit lediglich 22 Jahren wurde er Mitglied der Band von Miles Davis. Sein außergewöhnliches Talent brachte ihm später Engagements mit Herbie Hancock, Mick Jagger oder dem Mahavishnu Orchestra ein. Hierin spiegelt sich auch Evans’ enorme musikalische Bandbreite, die von Pop-Rock über Freejazz bis hin zu Bluegrass reicht.

Jazz Dock, Samstag, 22. November, 22 Uhr, Eintritt: 300–650 CZK

Patrice
Patrice Babatunde Bart-Williams ist so etwas wie eine Mischung aus Bob Marley, Bruno Mars und Xavier Naidoo. Obwohl der 35-jährige Musiker aus der Nähe von Köln gerade letztere beiden Namen nicht so gerne hören dürfte, wenn es um die Beschreibung seiner Kunst geht. Der Sohn eines Schriftstellers aus Sierra Leone und einer Deutschen spielt Reggae mit Folk- sowie Singer-Songwriter-Elementen, lässt aber auch eine Menge Pop und R’n’B einfließen. Schon als Kind war er von Bob Marley und Bob Dylan fasziniert. Den Durchbruch schaffte er 2005 mit seinem dritten Album „Nile“. Danach stand er unter anderem mit Stars wie Manu Chao oder Youssou N’Dour auf der Bühne, was seinen inzwischen erreichten Status als internationale Größe des Genres unterstreicht. Auf seiner Europa-Tournee führt er das aktuelle Album „The Rising of the Son“ im Gepäck mit.

Lucerna Music Bar, Sonntag, 23. November, 20 Uhr, Eintritt: 490 CZK



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