Auf Eis und Schnee

Auf Eis und Schnee

Die Wintersport-Saison 2014/15 beginnt: Favoriten und Höhepunkte im Überblick (Teil 1)

19. 11. 2014 - Text: Marcus HundtText: Marcus Hundt; Foto: Geir A Granviken

 

Eisschnelllauf: Tschechisch-niederländisches Duell
Auch in dieser Saison geht Martina Sáblíková über die Langstrecken als Favoritin an den Start. Seit 2007 gewann sie über 3.000 und 5.000 Meter elf Goldmedaillen bei internationalen Großereignissen, darunter drei bei Olympia. Außerdem holte sie sich seit der Saison 2006/07 stets den Gesamtweltcup über die Langstrecken. Im Sommer setzte die 27-Jährige aus Nové Město in einer ganz anderen Sportart ein Ausrufezeichen. Sie startete bei den Tschechischen Straßen-Radmeisterschaften und holte sich dort die Titel im Einzelrennen und Zeitfahren. Nach einem glimpflich ausgegangenen Sturz bei der Rad-WM Ende September ist Sáblíková nun wieder „heiß aufs Eis“. Wie sehr zeigte sie beim Weltcup-Auftakt in Japan. Über 3.000 Meter musste sie sich wegen eines technischen Fehlers nur der niederländischen Olympiasiegerin Ireen Wüst geschlagen geben. In dieser Saison werden sich die beiden wohl noch öfter ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Nächste Rennen: 21. bis 23. November (Seoul/KOR)
Höhepunkte: Einzelstrecken-WM in Heerenveen/NLD (12. bis 15. Februar), Sprint-WM in Astana/KAZ (28. Februar bis 1. März), Mehrkampf-WM in Calgary/CAN (7./8. März)
Weltcup in Tschechien: keine Veranstaltung
Favoriten (Langstrecke): Jorrit Bergsma, Sven Kramer (NLD) / Martina Sáblíková (CZE), Ireen Wüst (NLD)

Ski Alpin: Strachová gibt sich selbstbewusst
Slalomspezialistin Šárka Strachová (ehemals Záhrobská) gilt auch in dieser Saison als Tschechiens größte Hoffnung auf Podiumsplätze im alpinen Bereich. Und diese will sie auch erfüllen. Ihre Ambitionen untermauerte die 29-Jährige aus dem Riesengebirge am vergangenen Wochenende mit dem siebten Platz beim Slalom-Auftakt im finnischen Levi. Im Ziel lag die Weltmeisterin von 2007 eine Sekunde hinter der Drittplatzierten. „Ich habe ein gutes Gefühl: Ich kann das Tempo mitgehen und weiß, dass ich die anderen schlagen kann“, gab sich Strachová für die kommenden Rennen selbstbewusst. Bei den Herren ist Routinier Ondřej Bank ein Kandidat für vordere Platzierungen. Bislang konnte der 34-Jährige die Erwartungen noch nicht erfüllen: Beim Riesenslalom in Sölden schied er auf Platz 23 liegend im zweiten Lauf aus.

Nächste Rennen: Samstag, 29. November (Lake Louise/CAN – Abfahrt Herren, Aspen/USA – Riesenslalom Damen)
Höhepunkte: City Event in München (1. Januar), Alpine Ski-WM in Vail/USA (2. bis 15. Februar)
Weltcup in Tschechien: keine Veranstaltung
Favoriten: Marcel Hirscher (AUT), Aksel Lund Svindal (NOR) / Mikaela Shiffrin (USA), Anna Fenninger (AUT)

Skispringen: Flieger müssen noch warten
Ob das die richtige Einstellung ist: Roman Koudelka hat vor dem Saisonauftakt der Skispringer im an der Grenze zu Tschechien gelegenen Klingenthal kaum trainiert. In Finnland war es ihm eigenen Worten nach zu dunkel, die Schanze im oberösterreichischen Hinzenbach war ihm zu klein. „Da ist es wirklich besser, wenn ich zuhause bleibe, Zeit mit meiner Freundin verbringe und ohne Schanze trainiere“, sagte Koudelka vor wenigen Tagen. Bei den Einzelwettbewerben gelten die Tschechen als krasse Außenseiter, beim Teamspringen sollten sie es – wenn alles normal läuft – in den zweiten Durchgang schaffen. Jan Matura ist auch in dieser Saison ein Platz auf dem Podium zuzutrauen – allerdings nur im Skifliegen. Die erste Gelegenheit, über 180 Meter zu fliegen, gibt es erst im Januar am legendären Kulm in der Steiermark.

Saisonstart: Samstag, 22. November in Klingenthal (Teamspringen)
Höhepunkte: Vierschanzen-tournee (28. Dezember bis 6. Januar), Nordische Ski-WM in Falun/SWE (18. Februar bis 1. März)
Weltcup in Tschechien: Liberec (7./8. Februar)
Favoriten: Peter Prevc (SLO), Kamil Stoch (POL), Gregor Schlierenzauer (AUT)



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