Rund ums Rind

Rund ums Rind

Typisch amerikanisch bis tschechisch regional: Vier Burger-Restaurants im Vergleich

25. 11. 2015 - Text: Melanie Nolte

Dish
Wer Lust auf Ausgefallenes hat, sollte das „Dish“ in Vinohrady testen. Von den Saucen über die Pommes frites bis zu den Brötchen bereiten die Köche alles selbst zu. Neben dem klassischen Cheeseburger („Dish“ für 195 Kronen) überzeugen vor allem pfiffige Kreationen wie der „Koza Nostra“ aus Rindfleisch-Patty mit Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Rucola (209 Kronen) oder der „Lamb“ mit Lammfleisch, Knoblauch-Creme und Spinatsalat (175 Kronen). Vegetarier bekommen für 165 Kronen einen Burger mit mariniertem Portobello-Champignon, Mozzarella, Pesto, Babyspinat und eingelegten roten Zwiebeln. Ein Geheimtipp ist das „Dish“ allerdings nicht mehr. Das moderne Burger-Bistro hat sich zu einem vor allem bei jüngeren Gästen beliebten Lokal entwickelt, in dem man ohne Reservierung nur schwer einen Platz bekommt.

Římská 29, Prag 2, geöffnet: Mo.–Sa. 11–22 Uhr, So. 12–22 Uhr (Küche bis 21 Uhr), www.dish.cz

The Tavern
Das Lokal „The Tavern“ am Rieger-Park überzeugt mit authentischem Flair. Wer dort einen der begehrten Plätze ergattert, kann zwischen 13 Burgern wählen, darunter zwei vegetarische Varianten. Der Klassiker findet sich auf der Speisekarte für 209 Kronen: Als „Classic Bacon-Cheddar“ wird das gebratene Rinderhackfleisch mit zwei Scheiben geschmolzenem Käse, knusprigem Speck, Salat, Gurke, roten Zwiebeln und einer Ketchup-Mayo-Senf-Sauce angerichtet. Dazu gibt es auf Wunsch Pommes frites für 40 Kronen, für die doppelte Portion bezahlt man 98 Kronen. Serviert wird das Essen in typischen Fast-Food-Körben aus Kunststoff. Wer es noch amerikanischer mag, bestellt einen „House-Smoked BBQ Pulled Pork“. Eine Reise von Kentucky nach Texas inspirierte die Betreiber des Restaurants zu diesem Burger aus langsam gegartem Schweinefleisch, Krautsalat und hausgemachter Pflaumen-Brandy-Sauce (159 Kronen).

Chopinova 26, Prag 2, geöffnet: täglich 11.30–22 Uhr, www.thetavern.cz

Café Palanda
Auf ganz eigene Weise interpretiert das „Café Palanda“ den amerikanischen Klassiker und setzt dabei vor allem auf regionale Kost. Das Fleisch stammt von tschechischen Rindern, die Brötchen aus einer Prager Familienbäckerei und nicht mal der Ketchup kommt aus der Tube. Die Karte ist recht übersichtlich, bietet aber mit mehreren Hamburgern, Sandwichs und Beilagen für jeden Geschmack das Richtige. Ein Höhepunkt ist der „Beef Reblochon Burger“ aus Rindfleisch-Patty, Zwiebelconfit mit Bier, Reblochon-Käse und Feldsalat (209 Kronen). Wem einfache Pommes frites als Beilage zu langweilig sind, bestellt sich die exklusive Variante mit Trüffel. Vegetarier bekommen für 219 Kronen einen Burger mit gegrilltem Halloumi-Käse, Auberginen und Tomaten.

Zlatnická 11, Prag 1, geöffnet: Mo.–Sa. 11–23 Uhr, So. geschlossen, www.cafepalanda.cz

Mood [seit August 2017 geschlossen]
Auch das „Mood“ in Žižkov wirbt mit seinen Hamburgern, hat sich aber nicht allein darauf spezialisiert. Die Auswahl auf der Speisekarte fällt deswegen kleiner aus. Neben dem „Mood Classic Burger“ (230 Kronen) klingt vor allem die mexikanische Variante interessant. Der „El Chapo“ mit Hühnchenfleisch, Bohnenpaste, gebratenem Speck, Tomaten und Guacamole kostet 165 Kronen und schmeckt ein bisschen zu sehr nach Koriander. Wer zwei Burger bestellt, erhält im „Mood“ eine Portion Pommes frites gratis. Dennoch kann es im Vergleich zu den anderen Burger-Bars nicht überzeugen. Pluspunkte bekommt das Restaurant aber für die fantasievolle Einrichtung im Pop-Art-Stil. Die einfachen Möbel, die vielen bunten Farben und der offene Blick in die Küche erzeugen eine besondere Atmosphäre.

Koněvova 29, Prag 3, www.restaurantmood.cz



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