Nicht nur für Welterklärer

Nicht nur für Welterklärer

Die „Woche der Wissenschaft und Technik“ entführt Besucher in den Mikro- und Makrokosmos

3. 11. 2016 - Text: Franziska NeudertText: fn/čtk; Foto: Ústavy Suchdol

Wissenschaftler sitzen in ihrem Elfenbeinturm und beschäftigen sich mit Problemen, die keiner versteht. So oder so ähnlich sieht das Klischee aus. Dass Forschung spannend ist und keineswegs weltfremd, will die „Woche der Wissenschaft und Technik“ beweisen. Bis 13. November öffnen landesweit mehr als 50 wissenschaftliche Institute ihre Türen. Mit Vorlesungen, Diskussionen, Workshops und Ausstellungen wollen sie Laien für ihre Arbeit begeistern.

In Laboren können große und kleine Weltentdecker auf Spuren­suche gehen und beispielsweise winzige Lebewesen durch ein Mikroskop beobachten. Sie können sich am dreidimensionalen Druck versuchen und gemeinsam mit Kriminal-Anthropologen sterbliche Überreste von Tieren identifizieren. Neueste Erkenntnisse und Methoden in der Medizin werden ebenso vorgestellt wie praktisches Wissen über Sicherheit auf den Straßen.

Seit 16 Jahren organisiert die Akademie der Wissenschaften die Aktionswoche. Wie deren Vorsitzender Jiří Drahoš sagt, wolle sie damit vor allem junge Menschen begeistern. Denn ohne sie habe die Wissenschaft keine Zukunft, so Drahoš. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Sicherheit“; zur Sprache kommt auch der Kampf gegen Krebs und Depressionen.

Vor- und Nachteile der Stammzellenforschung erläutern Mediziner am Dienstag, 8. November im „Science Café“ in Jindřichův Hradec. Über das größte Organ des Menschen – die Haut – sprechen Dermatologen am Freitag, 11. November im Klub der Akademiker im Faust-Haus (Faustův dům) in Prag. Sie erklären, welchen schädlichen Einflüssen die Haut ausgesetzt ist, wie man sich vor Hautkrebs schützen kann, und welche Heilmethoden es gibt.

Wer gerne in den Nachthimmel schaut, ist am Mittwoch, 9. November im Techmania Science Centre in Pilsen eingeladen, sich mit dunkler Materie zu beschäftigen. Seit Jahren treibt diese Materie, die man nur in Wechselwirkung mit der Gravitation aufspüren kann, die Astrophysiker um. In einem Vortrag klären die Pilsener Forscher über den heutigen Kenntnisstand auf und erläutern, welche Rolle die dunkle Materie im Universum spielt.

Die Technische Universität in Liberec beschäftigt sich mit einem umstrittenen Thema: Fachleute sprechen ebenfalls am 9. November über die jüngsten Renovierungsarbeiten im Kernkraftwerk Temelín.

Mit auf eine Reise in die Welt der kleinsten Teilchen nimmt der Brite Michael Londesborough seine Zuhörer am 15. November, kurz nach dem offiziellen Ende der Aktionswoche. Im Museum der Wissenschaften in Olomouc spricht er über die rätselhaften Higgs-Teilchen.

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