Mit Plastik oder Papier

Mit Plastik oder Papier

Verkehrsbetriebe führen wieder günstigere Coupons für Nahverkehr ein

11. 2. 2015 - Text: Corinna AntonText: ca/čtk; Foto: praha.eu

Wer in Prag eine Monats- oder Vierteljahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr möchte, kann seit der vergangenen Woche wählen, ob er weiterhin die Opencard nutzen oder zum gleichen Preis wieder herkömmliche Papiertickets kaufen will. Seit die Verkehrsbetriebe die Fahrscheine für 30 oder 90 Tage wieder in Papierform ausgeben, sei das Interesse daran enorm, sagte Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO).

Der Stadtrat hatte in der Woche zuvor beschlossen, dass alle Reisenden künftig frei entscheiden können, ob sie die Opencard wollen oder die Coupons. Profitieren sollen vor allem Fahrgäste im Alter von 27 bis 64 Jahren, deren Tickets bisher deutlich teurer wurden, wenn sie auf die Opencard verzichteten. Für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren und Senioren über 65, die bisher ausschließlich mit der Opencard kostenlos fahren konnten, soll es spätestens von Anfang März an ebenfalls wieder gedruckte Fahrausweise geben.

Für die teilweise Rückkehr zu den Monats- und Vierteljahreskarten aus Papier hatten sich die Politiker entschieden, weil die Stadt ihre Probleme mit den Verträgen über die Opencard noch immer nicht gelöst hat. Sie verhandelt weiterhin mit dem Eigentümer der Rechte an der umstrittenen Karte, der Firma eMoneyServices (EMS).

Der Oberbürgermeisterin zufolge will die Stadt dem Unternehmen die Schulden für den Betrieb des Systems zahlen und ein problemloses Funktionieren der Karte aushandeln. Auf die Frage, wie die Stadt mit dem Projekt weitermachen will, hat bisher aber noch kein Politiker eine Antwort gegeben. 



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