Kostspieliges Projekt

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Die Neugestaltung des Güterbahnhofs in Žižkov soll bis zu zwei Milliarden Kronen kosten

9. 7. 2015 - Text: Franziska NeudertText: fn/čtk; Foto: chodec.xf.cz

Als er 1936 seinen Betrieb aufnahm, galt der Güterbahnhof in Žižkov als kleines Wunder der Technik. Er war nicht nur die größte, sondern auch die modernste Anlage dieser Art in Europa. Für den Umbau des stillgelegten Geländes in ein Kulturzentrum sollen nun insgesamt bis zu zwei Milliarden Kronen (knapp 74 Millionen Euro) anfallen. Das geht aus den Plänen zur Entwicklung des Areals hervor.

Mehrere Jahre stritten sich Denkmalschützer, Vertreter des dritten Stadtbezirks und Baufirmen um die zukünftige Nutzung der Anlage, die zunehmend verfiel. Beispielsweise plante das Unternehmen „Žižkov station development“, gegründet von der Tschechischen Bahn und der Sekyra Group, den Besitzern des Bahnhofs, einen umfassenden Umbau. Entstehen sollte ein neues Stadtviertel, dem die Bahnhofsgebäude hätten weichen müssen.

Mitte April vergangenen Jahres unterzeichneten Kulturminister Daniel Herman (KDU-ČSL), Vertreter des dritten Stadtbezirks und des Magistrats sowie die Besitzer des Bahnhofsgeländes ein Memorandum: Der seit März 2013 unter Denkmalschutz stehende Komplex soll demnach zu einem Kultur­zentrum umgestaltet werden. Der Preis der Immobilie beträgt rund 200 Millionen Kronen. Seit vergangenem Jahr erwägt das Kulturministerium, das Nationale Filmarchiv im Hauptgebäude unterzubringen. Interesse bekundete in den letzten Monaten auch die Staatsdruckerei. Derzeit wird das Bahnhofsgelände für Konzerte, Theater- und Filmvorführungen genutzt. 

Veranstaltungen und Programm unter www.nakladovenadrazizizkov.cz



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