Hoch im Kurs

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Nationalbank warnt vor Wechselbetrug

21. 8. 2014 - Text: Eva FamullaText: ef/čtk; Foto: Rory

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Wer seine Euros in einer der vielen Prager Wechselstuben in Kronen umtauscht, sollte auf der Hut sein. Darauf hat am Montag die Tschechische Nationalbank (ČNB) hingewiesen. Bei dieser gingen in diesem Jahr bereits 135 Beschwerden über Betrug am Wechselschalter ein. Im vergangenen Jahr löste die ČNB insgesamt 218 solcher Fälle. Besonders wachsam sollten die Touristen in Prag sein; dort kam es zu den meisten Betrugsfällen, dort wurden die höchsten Strafen verhängt.

ČNB-Vorstandsmitglied und Ex-Premier Jiří Rusnok spricht in diesem Zusammenhang von einer schlechten Visitenkarte für die Touristenmetropole. Zusammen mit dem Tourismusverband möchte man deshalb unter anderem mit einer Handy-App Abhilfe schaffen. Eine Applikation mit dem Namen „České peníze“ („Tschechisches Geld“) steht bereits zum Herunterladen bereit. Darin stellt die ČNB einen Währungsrechner zur Verfügung und gibt den Benutzern Tipps, wie man sich vor Wechselbetrug schützen kann. Der geschieht vor allem auf zweierlei Weise: durch Verstecken oder gar Verschweigen von Zusatzgebühren und das Anbieten von zwei Kurs­tabellen, von denen die günstigere erst ab einem Wechselwert von 1.000 Euro gültig ist.

Im November 2013 erließ der Staat ein neues Gesetz, das den Verbraucherschutz stärken soll. Gesetzeswidrige Handlungen der Wechselstubenbetreiber konnten damit nicht verhindert werden. Allerdings weist Rusnok darauf hin, dass es insgesamt nur bei einem Prozent der Geldwechsel zu Betrug kommt.

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