Romantik und Moderne aus aller Welt

Romantik und Moderne aus aller Welt

Der „Mährische Herbst“ glänzt mit internationalen Gästen der Sonderklasse

30. 10. 2013 - Text: Franziska NeudertText: fn/mhf; Foto: Alexander Shapunov

Die stürmische Jahreszeit steht vor der Tür und damit ein geeigneter Zeitpunkt für musikalische Abende im wettergeschützten Konzertsaal. In Brünn zeigt sich der musikalische Herbst wieder einmal von seiner weltgewandten Seite: Im Rahmen des internationalen Musikfestivals „Mährischer Herbst“ versammeln sich aktuell Solisten und Orchester aus sechs verschiedenen Ländern in der südmährischen Stadt, um sich speziell Werken der modernen Klassik sowie der Romantik zu widmen.

Bereits seit 1966 bringt die Veranstaltung jedes Jahr renommierte Musiker aus der ganzen Welt nach Brünn. Klassik-Freunde können sich in diesem Jahr ebenso auf Klänge aus dem hohen Norden wie aus dem warmen Süden freuen. Bis 8. November stehen 15 Konzerte auf dem Festivalprogramm. Diese werden von thematischen Länderabenden begleitet, die zugleich einen kulturellen Einblick in die Heimat der Interpreten geben sollen.

So präsentiert der russische Pianist Alexei Ljubimow gemeinsam mit seinem Landsmann, Jazzlegende und Schlagzeuger Wladimir Tarassow, Werke Claude Debussys. Zuhörer können sich am 31. Oktober von der Qualität der modernen Adaptionen aus den „Préludes“ sowie des Bühnenwerks „Le Martyre de Saint Sébastien“ überzeugen.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Brünn und Leipzig trägt das Vokalensemble „Amarcord“ aus der sächsischen Messestadt Werke Alter Musik vor. „Aus dem Notenschrank der Thomaner – Vom Mittelalter bis Heinrich Schütz“ ist am 4. November in der Minoritätenkirche des heiligen Johannes zu hören.

Ein umfangreiches Repertoire norwegischer Komponisten stellt das Orchester des „Trondheim Solistene“ am 6. November vor. Auf ihrem Programm stehen beispielsweise Edvard Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“ und die „Reisebilder“ aus den Suiten Geirr Tveitts.
Einen Höhepunkt bildet zweifellos der Schlusspunkt des Festivals: Unter der Leitung des russischen Dirigenten Walerie Gergiew präsentiert das Londoner Sinfonieorchester am 8. November im Janáček-Theater die sogenannte „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz, mit der sie zugleich an den 210. Geburtstag des französischen Komponisten erinnert. 

Weitere Informationen zu Programm und Tickets unter www.mhf-brno.cz