In Kürze

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Töchter sollen Ausbau von Kraftwerken übernehmen – Deutsches Erdöl kommt nach Tschechien – Madeta meldet steigende Umsätze

22. 10. 2015 - Text: Corinna Anton

Töchter sollen Ausbau von Kraftwerken übernehmen
Der halbstaatliche Energiekonzern ČEZ gründet zwei Tochtergesellschaften. Das beschloss der Vorstand am Donnerstag vergangener Woche. Die neuen Unternehmen sollen für den Ausbau der Atomkraftwerke in Dukovany und Temelín zuständig sein. ČEZ hofft, auf diese Weise leichter Partner für die Erweiterung der beiden Standorte zu finden. Der Aktionsplan für die Entwicklung der Kernenergie, den die Regierung im Mai beschlossen hat, sieht den Ausbau beider Kraftwerke vor; wie das Vorhaben finanziert werden soll, ist aber noch offen. Der Generaldirektor des Unternehmens Daniel Beneš hatte im Sommer gesagt, jeder neue Block werde zwischen 120 und 150 Milliarden Kronen (4,4 bis 5,5 Milliarden Euro) kosten.

Deutsches Erdöl kommt nach Tschechien
Zum ersten Mal werden in Tschechien Ölreserven eines anderen Landes gelagert. Das staatliche  Unternehmen Čepro teilte am Donnerstag vergangener Woche mit, es werde ab dem kommenden Frühjahr mehrere zehntausend Tonnen Brennstoff aus Deutschland aufbewahren. Čepro sei bei der Ausschreibung erfolgreich gewesen und werde seine Zusammenarbeit mit dem deutschen Erdölbevorratungsverband vertiefen, erklärte Vorstandsmitglied Martin Vojtíšek. Laut Berichten der Tageszeitung „Lidové noviny“ zeichnet sich außerdem ein Kompromiss im Streit um die tschechischen Ölreserven ab, die im oberbayerischen Krailling lagern. Demzufolge habe der Insolvenzverwalter der Viktoriagruppe mit tschechischen Behörden verhandelt. Es wird damit gerechnet, dass Tschechien einen großen Teil seiner Vorräte abtransportieren kann. Premier Bohuslav Sobotka (ČSSD) hatte vor einigen Monaten erklärt, Tschechien werde notfalls vor Gericht gehen, um den Brennstoff im Wert von rund 1,2 Milliarden Kronen (44 Millionen Euro) zurückzubekommen.

Madeta meldet steigende Umsätze
Der größte Milchverarbeiter des Landes, das südböhmische Unternehmen Madeta, hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 875 Millionen Kronen auf 5,7 Milliarden Kronen (210 Millionen Euro) erhöht. Der Gewinn dagegen sank im Vergleich zu 2013 um 14 Millionen auf 204 Millionen Kronen. Wie der Vorstandsvorsitzende Milan Teplý im Jahresbericht schreibt, wirkten sich die Export-Beschränkungen nach Russland in Folge des Konflikts in der Ukraine deutlich negativ auf die Geschäfte des Unternehmens aus. Auf den Export entfielen 2014 etwa 17 Prozent des Umsatzes. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Anteil um ein Prozent zurück.



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