In Kürze

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Mehr ausländische Besucher – Positive Wachstumsprognose – Exporte auf Rekordstand – Fernsehrat lehnt Klage ab

13. 5. 2015 - Text: Corinna Anton, Foto: Tony Hisgett

Mehr ausländische Besucher

Ausländische Touristen haben im vergangenen Jahr 202 Milliarden Kronen (etwa 7,4 Milliarden Euro) in Tschechien ausgegeben – 12,2 Prozent mehr als 2013. Im Schnitt zahlte ein Besucher 2.905 Kronen (106 Euro) pro Tag, den er hierzulande verbrachte. Die Daten des Forschungsinstituts Stem/Mark hat der Tourismus- und Einzelhandelsverband in der vergangenen Woche veröffentlicht. Laut Statistikamt kamen im vergangenen Jahr 25,7 Millionen Besucher aus dem Ausland. Die Zahl stieg im Vergleich zu 2013 um 3,8 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Reisenden verbrachte nur einen Tag in Tschechien. Die meisten Kurzbesucher kamen aus Deutschland (60 Prozent), gefolgt von Slowaken und Österreichern. Auch die Liste der Gäste, die über Nacht blieben, wird von den westlichen Nachbarn angeführt, gefolgt von Russen und Slowaken.

EU stellt positive Wachstumsprognose

Die tschechische Wirtschaft wird in diesem Jahr um 2,5 Prozent und 2016 um 2,6 Prozent wachsen. Diese Einschätzung gab die Europäische Kommission in der vergangenen Woche in Brüssel bekannt. Ihrer Frühjahrsprognose zufolge werde das Defizit der öffentlichen Haushalte dieses Jahr zwei Prozent und die Inflation 0,2 Prozent betragen. Die veröffentlichten Daten bestätigen, dass Investitionen einen bedeutenden Anteil am tschechischen Wirtschaftswachstum haben. Diese sind 2014 im Vergleich zu 2013 um 4,4 Prozent gestiegen. Laut Kommissionsbericht habe die tschechische Binnennachfrage vor allem von der entspannteren Lage auf dem Arbeitsmarkt profitiert. Die Arbeitslosenquote betrug im letzten Quartal des vergangenen Jahres 5,8 Prozent. Löhne und Gehälter seien schneller gestiegen als die Preise, dadurch habe der Privatverbrauch im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent zugenommen.

Exporte in die Slowakei auf Rekordstand

Tschechische Firmen haben im vergangenen Jahr Waren im Wert von 302 Milliarden Kronen (knapp elf Milliarden Euro) in die Slowakei exportiert. Die Ausfuhren lagen damit so hoch wie noch nie, meldete das tschechische Statistikamt in der vergangenen Woche. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Kraftfahrzeuge, Maschinen, Brennstoffe und Plastik. Allein das Unternehmen Škoda verkaufte im vergangenen Jahr 16.402 Autos in die Slowakei, elf Prozent mehr als 2013. Die Einfuhren aus dem östlichen Nachbarland beliefen sich 2014 auf 168 Milliarden Kronen (gut sechs Milliarden Euro). Zu den wichtigsten Importgütern zählen ebenfalls Brennstoffe und Fahrzeuge, außerdem Eisen und Stahl. Nach Deutschland ist die Slowakei für Tschechien der zweitwichtigste Handelspartner.

Fernsehrat lehnt Klage von Agrofert ab

Der Rat des Tschechischen Fernsehens hat die Beschwerde des Konzerns Agrofert über die Sendung  „Reportéři ČT“ zurückgewiesen. Das Unternehmen, das Finanzminister Andrej Babiš (ANO) gehört, hatte behauptet, manche Berichte enthielten nicht belegte und manipulierte Informationen. Diese zielten darauf ab, einen möglichen Interessenkonflikt des Konzerneigentümers und Parteichefs herauszustellen (die PZ berichtete in Ausgabe 13/2015). In der Antwort auf die Klage, die der Fernsehrat in der vergangenen Woche verabschiedete, erklärt das Gremium unter anderem, dass weder gegen den Kodex des öffentlich-rechtlichen Fernsehens noch gegen ein Gesetz verstoßen worden sei.



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