In Kürze

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Ahold gibt nach – Öffentliche Bauaufträge gehen zurück – Mehr Touristen in Privatunterkünften

15. 12. 2016 - Text: Stefan Welzel

Ahold gibt nach
Die tschechischen Angestellten der niederländischen Ahold-Gruppe erhalten eine höhere Weihnachtsprämie. Im kommenden Jahr soll zudem ihr Lohn um durchschnittlich 8,5 Prozent steigen. Das gaben Vertreter des Unternehmens sowie der Einzelhandels-Gewerkschaft OSPO Ende vergangener Woche bekannt. Damit geht Ahold auf die Forderungen der OSPO ein. Die Mitarbeiter der Supermarktkette Albert erhalten zu Weihnachten 1.000 Kronen (rund 37 Euro) anstatt der ursprünglich geplanten 300 Kronen. Die Konzernführung reagiert damit auf öffentliche Kritik, nachdem ihre Lohnpolitik Anfang November publik gemacht wurde (die PZ berichtete in Ausgabe 46). Bisher betrug der Durchschnittslohn bei Albert laut Gewerkschaft 12.500 Kronen brutto im Monat (etwa 460 Euro).

Öffentliche Bauaufträge gehen zurück
Das Finanzvolumen öffentlicher Bauaufträge hat sich im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel verringert. Staatliche Investoren haben 2016 bisher gut 4.300 Verträge mit Baufirmen abgeschlossen, das entspricht einem Rückgang von 27,2 Prozent. Der Umsatz sank zugleich um 32,6 Prozent. Das gab die Ingenieurs- und Beratungsgesellschaft ÚRS Praha am Sonntag bekannt. Das Volumen entsprach 2016 bisher 82,3 Milliarden Kronen (rund drei Milliarden Euro). Größter Auftraggeber war die Straßen- und Autobahndirektion (ŘSD) mit Ausgaben von knapp 17 Milliarden (etwa 630 Millionen Euro), gefolgt von der staatlichen Schienennetzverwaltung (SŽDC) mit 12,7 Milliarden (470 Millionen Euro) und dem Landwirtschafts­ministerium mit 1,1 Milliarden Kronen (etwa 41 Millionen Euro).

Mehr Touristen in Privatunterkünften
Die Zahl der Buchungen privater Urlaubsunterkünfte durch ausländische Besucher ist gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie der staatlichen Agentur Czech Tourism. Demnach übernachteten bis Ende September 2,2 Millionen Gäste in tschechischen Ferienwohnungen- und häusern, die über Internetportale wie Airbnb und HomeAway angeboten werden. Insgesamt bereisten in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 9,3 Millionen Touristen die Tschechische Republik, das sind 13,6 Prozent mehr als 2015.

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