Sommer, Sonne, Kino

Sommer, Sonne, Kino

Das Goethe-Institut bringt deutschsprachige Filme in die Freiluftkinos

24. 6. 2015 - Text: Stefan WelzelText: Stefan Welzel; Foto: Filmszene aus „Jerichow“/PR

Seit rund zwei Wochen locken die ersten Open-Air-Kinos die Prager ins Freie, um dem Filmvergnügen unterm Sternenzelt zu frönen. Einige Sommerkinos haben sich über die Jahre längst etabliert; andere, neue buhlen mit alternativen Programmen und Gratis-Eintritt um die Gunst der Gäste. Nun organisiert auch das Goethe-Institut sein erstes Sommerfilmfestival unter freiem Himmel. Zwischen 25. Juni und 2. September werden elf deutschsprachige Filme an sechs Orten gezeigt. Anlass ist das Jubiläum von „Das Filmfest“, das im Herbst sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Das Goethe-Institut hat sich vorgenommen, die besten Beiträge des Filmfestes auszusuchen und sie an den angesagtesten Orten der Stadt zu präsentieren. Die Streifen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz decken von Dokumentationen über Komödien bis zu absurden Krimis eine breite Spannbreite ab und werden in deutscher Originalfassung mit tschechischen und englischen Untertiteln gezeigt.

Den Auftakt beim Metronom auf dem Letná-Hügel macht Marten Persiels „This ain’t California“ aus dem Jahr 2011. In dem Dokumentarfilm, in den fiktive Biografien und nachgestellte Szenen im Retro-Stil eingebaut sind, erzählt der 41-jährige Regisseur von der Ostberliner Skateboard-Szene zu DDR-Zeiten. Rund eine Woche später folgt im Güterbahnhof von Žižkov Christian Petzolds Drama „Jerichow“ um einen Soldaten, der nach einem Afghanistan-Einsatz in die beschauliche norddeutsche Provinz heimkehrt.

Weitere Höhepunkte sind die österreichische Krimi-Verfilmung „Der Knochenmann“ und das Schweizer Bergdrama „Sennentuntschi“. Mit der Low-Budget-Produktion „Love Steaks“ und der Komödie „Soul Kitchen“ von Fatih Akin kommen aber auch Liebhaber leichterer Filmkost nicht zu kurz. Den Abschluss bildet Marco Kreuzpaintners „Krabat“ nach der Romanvorlage des deutsch-böhmischen Autors Otfried Preußler.

 

 

Programm im Überblick

25.6. | This ain’t California | Stalin
Deutschland 2011, 90 min., Deutsch mit tschechischen Untertiteln, Regie: Marten Persiel

1.7. | Jerichow | Nákladové nádraží Žižkov | 22 Uhr
Deutschland/Frankreich 2009, 84 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Christian Petzold

7.7. | Love Steaks |  Containall | 22 Uhr
Deutschland 2013, 89 min., Deutsch mit tschechischen Untertiteln, Regie: Jakob Lass

14.7. | Der Knochenmann | Cargo Gallery | 22 Uhr
Österreich 2009, 121 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Wolfgang Murnberger

21.7. | Sennentuntschi |  Nákladové nádraží Žižkov | 22 Uhr
Schweiz 2010, 90 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Michael Steiner

28.7. | Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott | Containall | 22 Uhr
Österreich 2010, 113 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Andreas Prochaska

4.8. | Falco – Verdammt, wir leben noch! | Cargo Gallery | 22 Uhr
Österreich/Deutschland 2008, 109 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Thomas Roth

11.8. | Soul Kitchen | Containall | 22 Uhr
Deutschland 2009, 100 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Fatih Akin

19.8. | Knallhart | Nákladové nádraží Žižkov | 22 Uhr
Deutschland 2007, 98 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Detlev Buck

24.8. | Kreuzweg | Café Neustadt | 20.30 Uhr
Deutschland 2014, 110 min., Deutsch mit tschechischen Untertiteln, Regie: Dietrich Brüggemann

2.9. | Krabat | Cargo Gallery | 22 Uhr
Deutschland 2008, 120 min., Deutsch mit englischen Untertiteln, Regie: Marco Kreuzpaintner



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