Schlaue Begleiter

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Der Umsatz mit tragbarer Elektronik hat sich verdoppelt

27. 5. 2015 - Text: Katharina WiegmannText: Katharina Wiegmann; Foto: Stiftelsen Elektro

Geräte wie diese hatten einst ihren Platz in Zukunfts­romanen: ein Armband, das die Ausdauer misst und Leistungsdiagramme erstellt; Einlegesohlen, die Kalorienverbrauch und Schritte zählen, und eine Uhr, die Ratschläge zum persönlichen Fitnessprogramm übermittelt. Inzwischen sind die sogenannten „Wearables“ – kleine Computer, die der Nutzer am Körper trägt – längst Realität. Immer öfter landen sie in den Einkaufskörben der Kunden. In Tschechien war die Nachfrage im vergangenen Jahr besonders groß: Die Umsätze, die mit sogenannten „Smart glasses“, „Smart socks“ und ähnlichen Artikeln erzielt wurden, haben sich im Vergleich zu 2013 verdoppelt, wie eine Umfrage unter Elektronikhändlern ergab. Damit ist das Segment eines der am schnellsten wachsenden in der Branche.

Trotz der rasanten Entwicklung sei tragbare Elektronik hierzulande noch immer „eher eine Randerscheinung für Fachhändler“, äußert sich der Sprecher der Kette „Euronics“ Marek Ingr zur Befragung. „Wir erwarten, dass sich das volle Potential erst noch entfalten wird.“ Die Hersteller arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Funktionen und Design, was sich am steigenden Durchschnittspreis der „intelligenten Helfer“ zeigt. Die Kunden schreckt das offenbar nicht. Händler gehen davon aus, dass Apples neue SmartWatch das Interesse an intelligenter Elektronik im höheren Preissegment weiter ankurbeln werde. „Die Geräte sehen immer mehr wie echte Uhren aus und haben nicht mehr die billige Optik eines Gummiarmbandes“, kommentiert Jana Choroušová, Sprecherin des Fachhändlers „Datart“, den Trend.

Auf der anderen Seite drängen immer mehr Firmen mit tragbarer Elektronik auf den Markt, was sich aus Verbrauchersicht positiv auf die Kosten auswirkt. „Ein einfaches Fitnessarmband mit Display gibt es heute schon für 1.000 Kronen, das wäre im vergangenen Jahr nicht möglich gewesen“, so Tomáš Pilský, Geschäftsführer des Online-Versands „CZC.cz“. Uhren, die unter anderem auf Smartphones eingegangene Nachrichten anzeigen können, bieten manche Händler ab 3.000 Kronen (etwa 110 Euro) an.

Am anderen Ende der Preisskala steht ein Artikel des tschechischen Händlers „Alza“: Eines der derzeit teuersten Geräte im Sortiment ist eine Skibrille, deren Gläser auf einem eingebauten Display Informationen über Höhe, Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke einblenden. Knapp 14.000 Kronen (rund 500 Euro) kostet die Brille, die auch die Lautstärke der Musik im Kopfhörer steuern kann und Telefongespräche während der Abfahrt ermöglicht.

Der neue Trend macht selbst vor Haustieren nicht halt. Neben GPS-Trackern, mit denen die Besitzer den genauen Standort ihrer Vierbeiner in Echtzeit verfolgen können, gibt es auch für Katzen und Hunde Geräte, die deren Puls und Gesundheitszustand überwachen.



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