Rekordsumme aus Brüssel

Tschechien hat im vorigen Jahr 73,8 Milliarden Kronen (rund 2,9 Milliarden Kronen) mehr aus dem Haushalt der Europäischen Union erhalten als es eingezahlt hat.

26. 1. 2013 - Text: Marcus HundtText: mh/čtk; Foto: Tax Credits

Das sind 43 Milliarden Kronen mehr als im Jahr 2011 und der höchste Betrag seit dem EU-Beitritt des Landes im Jahr 2004.

Die Zahlen stellte am Donnerstag das tschechische Finanzministerium vor. Tschechien habe in den vergangenen acht Jahren etwa 250 Milliarden Kronen aus den Gemeinschaftstöpfen der EU erhalten, sagte Finanzminister Miroslav Kalousek (TOP 09) in Prag.

Insgesamt hatte Tschechien in den zurückliegenden zwölf Monaten 113,7 Milliarden Kronen an Finanzmitteln aus Brüssel erhalten und zuvor 39,8 Milliarden Kronen eingezahlt. Über 70 Prozent der bewilligten Gelder stammen aus dem Struktur- und Kohäsionsfonds der Europäischen Union, kamen also Infrastruktur- und Umweltprojekten zugute.

Im Jahr 2011 hatten Probleme beim Abrufen von EU-Fördermitteln einen vorübergehenden Zahlungsstopp verursacht. Die nun erreichte Rekordsumme erklärt sich Minister Kalousek mit den rückwirkend gezahlten Geldern sowie mit einem optimalen Ausschöpfen der im Struktur- und Kohäsionsfonds bereitgestellten Mittel.

Tschechien gehört seit 2004 zu den Nettoempfängern der EU. Im Jahr 2007 gestand Brüssel dem tschechischen Staat 15,2 Milliarden Kronen, 2010 bereits 47,3 Milliarden Kronen zu. 16 von 27 EU-Mitgliedern bekommen mehr Geld als sie in die Gemeinschaftstöpfe einzahlen. Zu den größten Nettoempfängern gehörten in den vergangenen Jahren Polen, Ungarn, Spanien und Griechenland.



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