Advent

Mehr als Glühwein

Mehr als Glühwein

Handwerk, Glanz und Zimtgeruch: Prager Weihnachtsmärkte im Überblick

1. 12. 2016 - Text: Katharina Wiegmann, Foto: Martin Mařák, Czech Tourism

Prag leuchtet – besonders in der Vorweihnachtszeit. Traditionell beginnt der Advent in der Hauptstadt, wenn die Lichter des Weihnachtsbaums auf dem Altstädter Ring erstmals erstrahlen. Die feierliche Zeremonie, zu der einst Tausende auf den Platz drängten, wurde im vergangenen Jahr aus Angst vor Anschlägen abgesagt. Stattdessen sorgte eine mehrmals wiederholte Lichtshow mit Musik ab dem frühen Abend für festliche Stimmung. So bleibt es auch in diesem Jahr: Täglich von 17.30 Uhr bis 20.30 erleuchtet die 31 Meter hohe Fichte aus der Region Hradec Králové stündlich aufs Neue. An den umliegenden Ständen gibt es Kunsthandwerk und tschechische Spezialitäten.

Einheimische schätzen die etwas ruhigere Atmosphäre auf dem Friedensplatz (Náměstí Míru) in Vinohrady. Vor der Kirche St. Ludmilla beginnt der Bummel am besten mit einem heißen Honigwein, bevor man sich an den rund 60 Ständen auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken macht. Komplett ramschfrei ist das Angebot von handgemachten Notizbüchern bis Plätzchen, Schnaps und Weihnachtsdekoration natürlich nicht, insgesamt haben es die Händler auf dem Markt in Prag 2 aber ein bisschen weniger auf Touristen abgesehen als die Märkte im Zentrum.

Was nicht heißen soll, dass diese nicht auch für Adventsstimmung sorgen. Mit einer Zimtrolle („trdelník“) im Magen, zum Beispiel vom Markt auf dem Platz der Republik (Náměstí Republiky), lassen sich Winterblues und dringende Erledigungen in den angrenzenden Kaufhäusern um einiges besser ertragen.

Auch zwischen den Mauern der Prager Burg (Pražský hrad) locken Bratwurst („klobása“) und tschechische Weihnachtsgerichte wie „kuba“ (aus Graupen und Pilzen). Empfehlenswert ist ein Besuch in den Abendstunden, wenn die meisten schon wieder zu Hause auf dem Sofa oder in ihren Hotelbetten liegen. Mit einem Glühwein („svařák“) in der Hand den Blick auf die Lichter der Stadt genießen – mehr kann man sich für ein klirrend kaltes Adventswochenende kaum wünschen.

Weihnachtsmärkte 2016/2017

Pražský hrad: bis 6. Januar, Mo. bis Do. 9–19 Uhr, Fr. bis So. 9–20 Uhr

Náměstí Míru: bis 24. Dezember, täglich 10–19 Uhr

Tylovo náměstí: bis 24. Dezember, täglich 10–19 Uhr

Náměstí Republiky: bis 30. Dezember, täglich 10–22 Uhr

Václavské náměstí: bis 6. Januar, täglich 10–22 Uhr

Staroměstské náměstí: bis 6. Januar, täglich 10–22 Uhr

Náměstí Jiřího z Poděbrad: bis 17. Dezember, täglich 10–21 Uhr

Dejvice, Kulaťák: bis 17. Dezember, Fr. 12–18 Uhr, Sa. 8–14 Uhr

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