Aus dem Fundus des Kaisers

Aus dem Fundus des Kaisers

Stadtmuseum zeigt Bilder aus der Kunstkammer Rudolf II.

18. 12. 2014 - Text: Stefan WelzelText: Stefan Welzel; Bild: Rudolf II. nach einem Porträt von Martin Rota, um 1580

 

Es war kein schönes Schicksal, das die Kunstsammlung Kaiser Rudolfs II. nach dessen Tod ereilte. Der Habsburger Monarch war einer der bedeutendsten Mäzene des Abendlandes und häufte in seiner 60-jährigen Herrschaft einen enormen Schatz an Werken europäischer Meister an. Nach seinem Ableben in Prag 1612 wurde die Kollektion seinem Thronfolger Matthias sowie weiteren Brüdern vermacht. Ein riesiger Kunstbestand wurde damit für immer auseinandergerissen. Jener Teil, der in der Goldenen Stadt verblieb, verschwand im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges. Nun hat sich das Stadtmuseum der Aufgabe angenommen, zumindest einen kleinen Teil des riesigen Fundus in den Händen privater Sammler zu sichten und der Öffentlichkeit für einen begrenzten Zeitraum zugänglich zu machen.

Musste man bisher nach Wien reisen, um die unter den Habsburgern verwaltete Sammlung im Kunsthistorischen Museum zu bestaunen, darf man sich nun in Prag auf eine stattliche Anzahl eher unbekannter Meisterwerke der Spätrenaissance freuen. Ausgestellt sind unter anderem Gemälde und Lithografien von Bartholomäus Spranger, Hans von Aachen, Pieter Stevens und Matthias Gundelach. Neben den Leihgaben vervollständigen einige Exponate aus dem Besitz der Stadt Prag diesen herausragenden Einblick in die Kunstgeschichte Mitteleuropas an der Schnittstelle zwischen Renaissance und Barock. 

Die Meister der Ära Rudolf II. Stadtmuseum (Na Poříčí 52, Prag 8), geöffnet: täglich außer montags 9 bis 18 Uhr, Eintritt: 120 CZK (ermäßigt 50 CZK), bis 29. März 2015



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