Angst vor dem Abflug

Angst vor dem Abflug

Czech Airlines will Pilotengehälter um bis zu 30 Prozent kürzen

22. 10. 2014 - Text: Corinna AntonText: ca/čtk; Foto: ČSA

Die tschechische Fluglinie Czech Airlines (ČSA) will die Gehälter ihrer Piloten drastisch kürzen. Ab dem kommenden Jahr sollen erfahrene Flugzeugkapitäne 30 Prozent weniger verdienen, jüngere sollen ein Fünftel einbüßen. So sehen es die Pläne der Unternehmensführung vor, die in der vergangenen Woche an die Gewerkschaften übergeben wurden. Diese verstehen zwar, dass es angesichts der wirtschaftlichen Lage der Fluggesellschaft zu Kürzungen kommen muss, sie stören sich jedoch daran, dass ältere Piloten deutlich stärker betroffen sein sollen und fürchten, dass gerade die erfahrenen Mitarbeiter das Unternehmen verlassen könnten, wie der Vorsitzende der Pilotenvereinigung CZALPA Stanislav Fiala sagte.

Derzeit können sich die Gehälter langjähriger Flugkapitäne auf mehr als 100.000 Kronen (etwa 3.600 Euro) belaufen, während Anfänger nur rund die Hälfte verdienen. Fiala glaubt, dass die Angestellten der ČSA bei Konkurrenten wie Korean Air oder Katar Air deutlich mehr Geld bekommen würden. Der Sprecher der tschechischen Fluglinie Daniel Šabík reagierte darauf mit dem Einwand, man könne die ČSA nicht mit Fluggesellschaften aus dem Nahen und Mittleren Osten vergleichen.

Die Pläne für die Gehaltssenkung sind Teil des Restrukturierungsplans für die Fluglinie. Er sieht vor, dass die Flotte der Airline auf 17 Maschinen reduziert wird. Diesen Schritt und damit verbundene Entlassungen von etwa 300 Mitarbeitern hatte das Unternehmen bereits Ende September angekündigt. Während Vertreter des Kabinenpersonals bereits ihre Streikbereitschaft angekündigt haben, plant die Pilotengewerk­schaft derzeit keine ähnlichen Schritte. 



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