In Kürze

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Post will Medikamente verkaufen

7. 8. 2014 - Text: Corinna AntonText: ca/čtk; Foto: APZ

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Die Tschechische Post will künftig rezeptfreie Medikamente verkaufen. Das Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, es wolle mit der Firma Euroclinicum zusammenarbeiten und Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind, über das Internet sowie in seinen Zweigstellen vor allem in ländlichen Gegenden anbieten. Die Apothekenkammer kritisierte die Pläne in der vergangenen Woche als rechtswidrig, sie würden gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen. Die Post wies die Vorwürfe zurück und behauptete, die Apotheken würden um ihre Einnahmen fürchten. Die Apothekenkammer warf der Post außerdem Verstöße bei der Wahl der Partnerfirma vor, die ihren Sitz auf Malta hat. Die Post wiederum erklärte, eine öffentliche Ausschreibung sei nicht nötig, außerdem sei Malta ein EU-Mitglied.

Staat muss Volkswagen Millionen zahlen
Tschechien zahlt nach einer verlorenen Auseinandersetzung 301 Millionen Kronen (knapp 11 Millionen Euro) an das Unternehmen Volkswagen. Das berichtete die Tageszeitung „Lidové noviny“ in der vergangenen Woche. Grund für den Streit waren Unstimmigkeiten beim Umgang mit Schulden nach dem Verkauf von Škoda Auto gewesen. Medienberichten zufolge hat Finanzminister Andrej Babiš (ANO) die Zahlung der Summe bereits veranlasst. Sie soll sich ursprünglich auf etwa 150 Millionen Kronen belaufen haben, wegen fehlerhafter Verträge, des jahrelangen Rechtsstreits und der damit verbundenen Anwaltskosten aber auf das Doppelte angestiegen sein. Volkswagen hatte in dem Prozess behauptet, Tschechien habe den Autohersteller Škoda bei der Privatisierung um hunderte Millionen Kronen gebracht.

Rückkehr der Marke „Made in CzechoSlovakia“
Die Tschechische Exportbank (ČEB) und die slowakische Eximbanka wollen gemeinsam die Marke „Made in CzechoSlovakia“ wiederbeleben. Vertreter der beiden Banken unterzeichneten Ende Juli in Bratislava ein entsprechendes Abkommen. Sie wollen künftig enger zusammenarbeiten, wenn es darum geht, Exporte in Drittländer zu fördern. Der Bezug auf „CzechoSlovakia“ soll dabei helfen. Der slowakische Präsident Andrej Kiska hatte kürzlich bei seinem Besuch in Prag erklärt, die Marke gehöre der Vergangenheit an, jedes Land müsse im Ausland für seinen eigenen Namen werben. Vertreter der Banken sehen das offenbar anders. Aufgabe der staatlichen ČEB ist es unter anderem, Ausfuhren in Risikogebiete zu unterstützen. Mit 44 Prozent geht der größte Teil der Kredite nach Russland, auf dem zweiten Platz folgt die Türkei vor Georgien, Aserbaidschan und der Ukraine. Innerhalb der EU fließen die meisten Gelder in die Slowakei.