In Kürze

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Preise in Industrie sinken erstmals seit fünf Jahren

22. 1. 2015 - Text: Peter Huch

Die Erzeugerpreise in der tschechischen Industrie sind im Jahr 2014 zum ersten Mal seit 2009 gesunken. Wie das tschechische Statistik­amt ČSÚ am vergangenen Freitag bekanntgab, fielen diese um 0,8 Prozent. Allein im Dezember gingen die Preise um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, das entspricht dem stärksten Rückgang seit Oktober 2009. Die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft sanken im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 3,7 Prozent. Die Preise in der Baubranche stiegen Schätzungen zufolge um 0,4 Prozent. Im Jahresschnitt wurden 2014 Strom und Gas sowie Erdölprodukte billiger. Tabakwaren, Nahrungsmittel und Getränke kosteten durchschnittlich 0,3 Prozent weniger als 2013. Lediglich Holz, Papier, Druckerzeugnisse, Verkehrsmittel und Wasser wurden teurer. Die niedrigeren Erzeugerpreise wirken sich auch auf die Verbraucherpreise aus. Die Inflationsrate sank im Dezember vergangenen Jahres auf 0,1 Prozent. Im November hatte sie noch 0,6 Prozent betragen. Im Durchschnitt stiegen die Verbraucherpreise 2014 in Tschechien um 0,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 2003.

Ikea verdoppelt Gewinn in Tschechien
Das schwedische Möbelunternehmen Ikea hat im Geschäftsjahr 2013/14 seinen Gewinn in Tschechien auf rund 367 Millionen Kronen (rund 13 Millionen Euro) verdoppelt. Das gab das Unternehmen am Donnerstag vergangener Woche bekannt. Bereits im November hatte es mitgeteilt, dass seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 7,7 Milliarden Kronen (etwa 275 Mio. Euro) gestiegen seien. Am stärksten stieg der Verkauf von Gartenmöbeln, auch der Absatz von Küchen und Lampen wuchs deutlich. Der Geschäftsführer von Ikea in Tschechien Marek Feltl führt den Zuwachs vor allem auf den umsatzstarken Weihnachtsverkauf zurück. 

Tourismusbranche verzeichnet Rekordzahlen
8,08 Millionen ausländische Touristen haben im vergangenen Jahr Tschechien besucht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl damit um drei Prozent auf einen neuen Rekordwert. Die Zahl der Tschechen, die in heimischen Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen übernachteten, ging dagegen um zwei bis drei Prozent zurück. Das geht aus den Daten hervor, die das Beratungsunternehmen Mag Consulting und das Statistikamt ČSÚ in dieser Woche veröffentlichten. Insgesamt verzeichneten tschechische Betriebe im vergangenen Jahr geschätzte 15,5 Millionen Übernachtungen, das ist etwa ein Prozent mehr als 2013. Die Gesamteinnahmen in der Tourismusbranche stiegen 2014 ebenfalls und übertrafen erstmals den Rekordwert von 2007, als fast 140 Milliarden Kronen (etwa 5 Milliarden Euro) erwirtschaftet wurden.



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