28. September 2016,

Gute Laune garantiert

06. 01. 2016

Der Ball der Österreicher versucht bewusst, Wiener Balltradition nach Prag zu bringen

„Das ist unser schönster Abend; bei keinem anderen Ball verlassen die Gäste den Ball so gut gelaunt, und dies oft erst um fünf Uhr in der Früh“, erzählen die Damen aus der Garderobe des Palais Žofín nach einem langen Abend anlässlich des Balls der Österreicher.

Am 21. Jänner 2016 ist es wieder soweit. Dann bietet das wunderschöne Palais Žofín den Rahmen für den angeblich besten Ball der Saison. Und tatsächlich – seit nunmehr 16 Jahren kann jeder Gast einmal im Jahr die Atmosphäre des Wiener Opernballs in Prag schnuppern. Dass diese authentisch ist, bestätigen viele Wiener, die regelmäßig Gäste dieses Balls sind.

Aber was macht diesen Ball denn nun so einzigartig? „Wir versuchen bewusst, Wiener Balltradition nach Prag zu bringen. Wir bieten unseren Gästen ein besonders elegantes Fest in einem der schönsten Ballsäle der Welt“, erzählt Erwin Hanslik, Präsident der Vereinigung der Österreicher in der Tschechischen Republik, die diesen Ball veranstaltet.

Für den musikalischen Rahmen im großen Saal sorgen zwei Orchester, in der hauseigenen Disco kümmert sich ein DJ um die entsprechende Stimmung. Und tatsächlich ist die Stimmung einzigartig. Sowohl im großen Ballsaal als auch in der Disco wird ausgelassen getanzt. Wer es nicht ganz so sportlich angehen möchte, kann etwa ein Glas Champagner in der Taittinger Champagner Lounge oder einen stärkenden Kaffee in der Wiener Café Bar genießen. Am Buffet findet man von „Würsteln“ bis zum „Wiener Tafelspitz“ alles, um sich für den nächsten Tanz in Schwung zu bringen.
Auf die Frage, ob sich nach 16 Jahren schon eine gewisse Routine eingestellt hat, antwortet Hanslik: „Natürlich gibt es gewisse Standard-Abläufe; trotzdem ist aber jeder Ball anders. So haben wir dieses Jahr an unserem äußeren Erscheinungsbild gearbeitet und etwa eine tolle Ballwebsite erstellt.“

Was darf denn nun ein Ballbesucher erwarten? Nach dem Einzug des Vorstands der Vereinigung der Österreicher und der Ehrengäste wird der Ball durch das Jungdamen- und Jungherrenkomitee eröffnet. Die jungen Damen und Herren kommen beim bevorstehenden Ball hauptsächlich aus dem Österreichischen Gymnasium Prag, der Deutschen Schule Prag, der International School of Prague und der English International School Prague. Die jungen Damen und Herren müssen nämlich nicht nur perfekt den Wiener Walzer beherrschen, sondern üben schon seit Wochen den Eröffnungstanz, nämlich die Quadrille, äußerst fleißig. Spätestens hier sollten alle Ballgäste aufpassen, denn genau dieser Tanz wird gemeinsam um 23.30 Uhr unter professioneller Hilfe durch – wie kann es anders sein – einen Vertreter einer prominenten Wiener Tanzschule getanzt. Programmiertes Chaos ist dabei vorhergesagt. Im Anschluss an diese Quadrille folgt ein schneller Galopp und, als ob das nicht schon genug wäre, ein Wiener Walzer. Um dieses Programm durchzuhalten, ist schon eine entsprechende Kondition notwendig.

Auf eine Neuigkeit ist Erwin Hanslik in diesem Jahr besonders stolz: „Genau um Mitternacht dürfen wir die tschechischen Superstars Marta Jandová und Ondřej Brzobohatý begrüßen. Sie werden auf unserem Ball ein Exklusivkonzert geben.“ Also eine einmalige Chance, diese beiden Größen der tschechischen Musikszene aus nächster Nähe zu bewundern und zu ihren Rhythmen zu tanzen.
Wieso findet der Ball eigentlich an einem Donnerstag statt? „Die Frage ist berechtigt, da wir Berufstätigen natürlich am darauffolgenden Freitag immer etwas leiden. Auch wenn ich den Grund nicht erklären kann, so ist es doch eine Tatsache, dass die Wiener Nobelbälle immer an einem Donnerstag stattfinden, so etwa der Wiener Opernball oder auch der Wiener Philharmonikerball“, erklärt Hanslik diese Tradition, der selbst als Präsident nach dem letzten Gast die Türe zum Palais Žofín schließt und daher nie vor fünf Uhr in der Früh nach Hause geht.

Wie schon in der Vergangenheit steht auch bei diesem Ball wieder die Unterstützung einer karitativen Organisation im Vordergrund. „Wir kooperieren dieses Jahr mit der Sozialklinik, die bedürftigen Menschen in Tschechien psychotherapeutische Hilfe gewährt. Im Rahmen des Balls werden wir dieser Organisation einen Scheck übergeben“, erklärt Hanslik und ergänzt: „Natürlich sollen sich unsere Gäste besonders wohlfühlen und gut unterhalten; wenn wir dabei aber auch noch etwas Gutes tun, dann umso besser.“

Was wünscht sich Erwin Hanslik für diesen Ball? „Einfach nur eine perfekte Unterhaltung für unsere Gäste!“

Text: PR

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