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2. 9. 2010, 21:34
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Wirtschaft
Slowakei: Streit um die Arbeitskräfte
13. 4. 2005

Die Autohersteller im Land haben mit einem ungeahnten Problem zu kämpfen: dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern.



Schon jetzt ist sie in der Slowakei der mit Abstand größte Produktionszweig. Im Jahr 2004 erreichte die Automobilindustrie laut der slowakischen Wirtschafts-Wochenzeitung „Trend“ mit einem Umsatz von 310 Milliarden Kronen (rund 8,2 Milliarden Euro) einen Anteil von 25 Prozent an der gesamten Industrieproduktion des Landes.

Volkswagen Slovakia ist laut Ministerpräsident Mikuláš Dzurinda der „Motor der slowakischen Wirtschaft“. Zu VW und zahlreichen Autozulieferbetrieben werden mit PSA Peugeot Citroen in Trnava sowie Kia in Žilina zwei weitere große Autofabriken ins Land kommen. Und die Konzentration solcher Firmen wird natürlich weitere Zulieferer ins Land locken. Der Automobilsektor wird so auch zum mit Abstand wichtigsten Arbeitgeber im Land. Schließlich sollen in der Slowakei laut einer Prognose des Verbandes der slowakischen Automobilindustrie schon im Jahr 2007, wenn PSA und Kia erstmals die Produktion voll aufgenommen haben, voraussichtlich etwa 800 000 Autos pro Jahr erzeugt werden.

Volkswagen Slovakia beschäftigt bereits jetzt laut eigenen Angaben mehr als 9000 Mitarbeiter. PSA und Kia wollen jeweils 2300 bis 2800 weitere Kräfte direkt einstellen. Ein Vielfaches dieser Mitarbeiterzahlen machen die Beschäftigten in der Zulieferindustrie aus. Schätzungen gehen gar davon aus, dass in rund fünf Jahren bis zu 100 000 Menschen im Automobilsektor beschäftigt sein werden. Damit droht den zahlreichen jetzt ins Land strömenden Investoren dieses Sektors die paradoxe Situation, trotz einer Arbeitslosenrate von fast 18 Prozent um qualifizierte Arbeitskräfte wetteifern zu müssen.

Den gesamten Artikel können Sie in der Druckausgabe der Prager Zeitung oder in unserem ePaper lesen.




Von Christoph Thanei
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