Filmfestival „Jeden svět“ endet im Wohnzimmer
Die Aufmerksamkeit der Welt gewinnen, lautet das Ziel des diesjährigen Dokumentarfilmfestivals „Jeden svět“ („Eine Welt“). Europas größtes Filmfestival für Menschenrechte findet in diesem Jahr vom 10. bis 18. März zum zwölften Mal in Prag statt.
Über hundert Filme aus 30 Ländern werden gezeigt. In zwei Wettbewerbskategorien messen sich ausgewählte Werke: Zehn Filme konkurrieren um die Preise für die beste Regie und den besten Film. In der Kategorie „Right to know“, welche Beiträge über in Medien wenig behandelte Menschenrechtsverletzungen umfasst, wird eine Jury aus renommierten Aktivisten den besten der zehn Dokumentarfilme auszeichnen.
Außerdem vergibt Ex-Präsident Václav Havel, der gemeinsam mit Kulturminister Václav Riedelbauch und Prags Oberbürgermeister Pavel Bém die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hat, einen Sonderpreis: Es soll der Film prämiert werden, der am eindrücklichsten das Bewusstsein für Menschenrechte schärft. Zudem soll die beste Filmmusik gekürt werden. Wie in jedem Jahr wählt das Publikum seinen Favoriten.
Der Festivalbesucher soll nicht nur passiv zusehen. In über 80 Diskussionsrunden kann er mit Filmemachern, Protagonisten und Menschenrechtsaktivisten ins Gespräch kommen. Neu in diesem Jahr ist ein Aufruf an die Zuschauer, das Festival auch nach der Woche in eigener Regie weiterzuführen. Drei Filme wird man nach Festivalende kostenfrei ausleihen können, um sie in Schulen, Kneipen oder im eigenen Wohnzimmer vorzuführen. Der englischsprachige Titel des diesjährigen Festivals „How do you get the world's attention?“ oder im tschechischen Original „Jak získáš své diváky ty?“ („Wie gewinnst du dein Publikum?“) spielt auf diese Neuerung an.
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Von Regina Retter