Unter den in Tschechien unterrichteten Fremdsprachen steht Deutsch ingesamt immer noch an erster Stelle.
Doch an Gymnasien und anderen Sekundarschulen hat Englisch bereits die Spitzenposition eingenommen.
Dies könne zukünftig "zu einem Engpass auf dem Arbeitsmarkt führen", urteilt Bernard Bauer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DTIHK.
Dabei sind für deutsche Investoren die Deutschkenntnisse ihrer Mitarbeiter sehr wichtig, wie eine heute veröffentlichte Umfrage der Kammer zum Fremdsprachenbedarf und der Verfügbarkeit auf dem tschechischen Arbeitsmarkt ergab. Die befragten DTIHK-Mitglieder stuften die Deutschkenntnisse wichtiger ein als Sprachkompetenz in Englisch.
Drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, dass Deutschkenntnisse ihrer Mitarbeiter eine sehr wichtige Qualifikation seien. Dagegen wurden Englischkenntnisse nur von etwa 40 Prozent als sehr wichtig bewertet. Gutes Deutsch werde vor allem in der Managementebene benötigt, wo die Kommunikation mit der deutschen Muttergesellschaft im Vordergrund steht. Ebenfalls sei die Kommunikation mit den zahlreichen deutschsprachigen Kunden in Tschechien.
"Wir sind positiv überrascht von dem Ergebnis der Umfrage. Es zeigt sich ganz deutlich, dass die deutsche Sprache bei den deutschen Unternehmen in Tschechien eine wichtige Rolle spielt und gute berufliche Perspektiven bietet. Aus diesem Grund sind wir umso mehr besorgt, dass immer weniger Schüler und Studenten Deutsch lernen wollen", kommentierte Bauer die Ergebnisse.
3. 2. 2010