Mittwoch, 27. Januar: Das tschechische Abgeordnetenhaus stimmt für eine Wiedereinführung der bezahlten ersten drei Krankenstandstage. Extreme Kälte verursacht Schienenbrüche auf mehreren Bahnstrecken. Premierminister Fischer warnt anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz vor einer Rückkehr jenes Gedankengutes, das zur Massenvernichtung der Juden geführt habe.
Donnerstag, 28. Januar: Das Innenministerium befasst sich mit der Tätigkeit der Bürgervereinigung der Arbeiterjugend, die eng mit der rechtsradikalen Arbeiterpartei verbunden ist. Tschechien spielt bei der Handball-Europameisterschaft in Österreich unentschieden gegen Deutschland.
Freitag, 29. Januar: Präsident Václav Klaus empfängt den EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy auf der Prager Burg. Das Prager Zentrum für visuelle Geschichte „Malach“ veröffentlicht im Internet Berichte von 52 000 Menschen aus verschiedenen Ländern, die den Holocaust überlebt haben. „Kawasakis Rose“ wird als einziger tschechischer Film am 12. Februar auf dem Filmfestival Berlinale gezeigt.
Samstag, 30. Januar: Im Prager Kongresszentrum verhandelt die erweiterte Führung der Sozialdemokraten (ČSSD) über das Wahlprogramm. Die Stadt Pilsen plant mit einer Militärtechnik-Schau und einer nachgestellten Schlacht den 65. Jahrestag der Befreiung durch die US-Armee zu begehen.
Montag, 1. Februar: Die Goldene Gasse auf der Prager Burg wird ab Mai für etwa ein Jahr wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt. Die Regierung will das tschechische Kontingent in Afghanistan um 55 Soldaten aufstocken. Die Stadt Karlovy Vary (Karlsbad) strebt nur eine bedingte Aufnahme in die Unesco-Weltkulturerbeliste an.
Dienstag, 2. Februar: Der erste tschechische Straftäter, der zu Hausarrest verurteilt worden ist, tritt seine Strafe an. Der 46-jährige Mann darf sein Haus nachts und am Wochenende nicht verlassen. Der tschechische Außenminister Jan Kohout wird wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert.