In Tschechien wurde im vergangenen Jahr fünf Prozent weniger Bier getrunken als 2008
Die Wirtschaftskrise scheint den Tschechen die Lust auf Bier verdorben zu haben. Während in den vergangenen neun Jahren die Branche mit regelmäßigen Zuwächsen rechnen konnte, verzeichneten die Brauereien des Landes erstmals einen Rückgang. So sank nach Angaben des Tschechischen Mälzer- und Brauerverbandes (ČSPS) die produzierte Biermenge um fünf Prozent auf 18,8 Millionen Hektoliter.
Auch die ansonsten erfolgsverwöhnten exportorientierten Brauereien mussten Einbußen hinnehmen. Insgesamt verließen 3,3 Millionen Hektoliter das Land, im Jahresvergleich sind das zehn Prozent weniger.
Besonders zu spüren bekam dies der wohl bekannteste Bierproduzent des Landes – die Brauerei Plzeňský Prazdroj. Das zur südafrikanischen SAB gehörende Unternehmen, das unter anderem die Marken Gambrinus und Pilsner Urquell besitzt, musste 2009 einen Rückgang von 4,5 Prozent verbuchen.
„Entgegen unserer Prognosen, die ein Minus von bis zu zehn Prozent vorausgesagt haben, waren die Verkaufszahlen sogar noch eine Überraschung“, erklärt der Sprecher von Plzeňský Prazdroj, Jiří Mareček.
Den gesamten Artikel können Sie in der Druckausgabe der Prager Zeitung oder in unserem ePaper lesen.
Von Bernd Rudolf