Migranten aus dem tschechisch-deutschen Grenzgebiet auf der Bühne
Der gemeine Tscheche hat mit dem gemeinen Ostdeutschen folgendes gemeinsam: er kauft beim Vietnamesen. Früher erstand er günstige Zigaretten bei unscheinbaren Straßenhändlern, heute versorgt er sich mit Gartenzwergen, billiger Markenkleidung und CDs vorzugsweise am Basar am Grenzübergang oder erledigt den Späteinkauf im Laden gegenüber, weil um 23 Uhr abends der Kühlschrank leer ist.
Märkte und Lebensmittelläden, in denen sich Waren bis unter die Decke stapeln – das sind die tschechisch-vietnamesisch-deutschen Kontaktzonen. Die Vietnamesen geben darin stets die freundlich lächelnden, fleißigen Händler. Bei ihnen hilft immer die ganze Familie mit, ihre Geschäfte scheinen nicht immer ganz legal zu sein, aber zumindest sind sie zu jeder Uhrzeit und bei jedem Wetter zur Stelle. Darin erschöpft sich auch schon das Wissen über die arbeitsamen vietnamesischen Nachbarn.
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Vung bien gió’i – Zwischen Dresden und Prag liegt Vietnam, 3. Februar, 19.30 Uhr, Narodní divadlo – Nová scéna, Ostrovní 1, Prag 1, Simultanübersetzung Deutsch-Tschechisch, Karten: ab 280 Kronen www.ticketpro.cz
Von Nacy Waldmann