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| Mitteleuropa |
Fernschreiber: Hilfe für Haiti, Botschafter in Paris und mehr 20. 1. 2010
Hilfe für Haiti
Die Slowakei wird im Rahmen der Hilfsmaßnahmen für den vom Erdbeben erschütterten Karibikstaat Haiti außer einem Bergrettungsdienst und Hilfsgütern auch zwei Ärzteteams entsenden. Es handelt sich um insgesamt sechs Ärzte, die mit rund 400 Kilogramm Medikamenten anreisen. Außerdem werde die Slowakei in der kommenden Woche weitere Teams für den Wiederaufbau der Infrastruktur auf die Insel schicken.
Botschafter in Paris
Der frühere Gouverneur der Slowakischen Nationalbank (NBS), Ivan Šramko, wird Botschafter der Slowakischen Republik bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Nach der Regierungsklausur am Mittwoch bestätigte dies Außenminister Miroslav Lajčák. „Ich glaube, dass er für diese sehr spezifische Arbeit hochqualifiziert ist. Die Erfahrungen, die er als Nationalbankchef gemacht hat, schaffen gute Voraussetzungen dafür, dass er die Slowakische Republik ausgezeichnet vertreten wird“, so Lajčák.
Tusk erhält Karlspreis
Der polnische Premier Donald Tusk wird mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen 2010 ausgezeichnet. Das teilte das Karlspreis-Direktorium am vergangenen Wochenende in Aachen mit. Der 52-jährige Politiker werde unter anderem für seinen Einsatz bei der Zustimmung des Lissaboner Vertrags sowie sein Bekenntnis zu den nachbarschaftlichen Beziehungen Polens in Europa gewürdigt, sagte der Sprecher des Karlspreis-Direktoriums, Jürgen Linden. Nachdem 2009 Andrea Riccardi, der Gründer der katholischen Laienorganisation Sant'Egidio, vor allem für sein gesellschaftliches Engagement gewürdigt worden war, stehe bei der Auszeichnung Tusks die Politik im Mittelpunkt, sagte Linden.
Wahlsieg möglich
Polens Premier Donald Tusk könnte bei einer Kandidatur für das Präsidentenamt in diesem Jahr mit einem Wahlsieg rechnen. Laut einer Erhebung der Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ käme der europafreundliche Politiker im ersten Wahlgang auf 38 Prozent der Stimmen, Amtsinhaber Lech Kaczynski hingegen nur auf 18 Prozent. Tusk will in den nächsten Wochen entscheiden, ob er für die Wahl im Herbst kandidiert.
Von Martin Preusker
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