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Prager Zeitung

10. 9. 2010, 21:53
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Wirtschaft
Interview: „Die Regierung hat die Bedeutung der regenerativen Energien erkannt“
20. 1. 2010

Gerhard Travnicek über die zunehmende Bedeutung der Solarenergie in Tschechien



Energiesparen und die Nutzung alternativer Energiequellen gehört zu den wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auch in Tschechien entstehen immer mehr Solarparks. Bernd Rudolf sprach mit Gerhard Travnicek, Regional Head Tschechien und Slowakei bei der IBC SOLAR AG, über die Firma, die Bedeutung von Solarenergie und die Ziele für die Zukunft.

Herr Travnicek, wie verlief das Jahr 2009?
Travnicek: Das Jahr 2009 war hervorragend für IBC SOLAR in Tschechien. Wir bearbeiten den Markt seit 2008 und sind seit April 2009 mit einer Repräsentanz in Prag vertreten. Seitdem ist es uns gelungen, unser Netz von Partnerunternehmen weiter auszubauen, die wir mit der gesamten Produktpalette von IBC SOLAR beliefern. Mit unserem Umsatz liegen wir deutlich über dem Plan.

Die Sonne als Energiequelle wird nun auch in Tschechien immer häufiger genutzt. An vielen Orten entstehen Solarparks. Welchen Anteil hat die Sonnenenergie an der Gesamtenergie in Tschechien und wie wird diese vom Staat gefördert?
Travnicek: Die tschechische Regierung hat die Bedeutung der regenerativen Energien erkannt und fördert die Photovoltaik seit 2006 mit einer attraktiven Einspeisevergütung, die aktuell bei knapp 48 Cent/kWh liegt. Allerdings ist der Markt noch sehr jung, so ist der Anteil an der tschechischen Stromproduktion noch vergleichsweise klein und liegt derzeit bei unter einem Prozent.

Welche Produkte bieten Sie an? Was wird am meisten gekauft?
Travnicek: Wir bieten in Tschechien die gesamte Produktpalette von IBC SOLAR an: Von hochwertigen Modulen, über Wechselrichter und Montagesysteme, bis hin zu Monitoring-Systemen. Zudem bieten wir unseren Kunden, den Installateuren, Schulungen an. Beispielsweise zum PV Manager, einer IBC SOLAR eigenen Software, mit welcher der Installateur eine Anlage schnell komplett digital planen kann.
 
Fassen Sie kurz die Firmengeschichte zusammen!
Travnicek: Am Anfang von IBC SOLAR stand die Vision des Gründers Udo Möhrstedt. Er hat IBC SOLAR 1982 ins Leben gerufen. In einer Zeit, in der in Deutschland die Idee, Strom aus Sonnenlicht zu erzeugen, noch belächelt wurde, hat er bereits auf die Photovoltaik (PV) gesetzt. Schon ab 1983 begann er mit dem Vertrieb von Photovoltaik-Komponenten, kurz darauf baute er ein Händlernetz auf und bot erste Seminare für PV-Fachhändler an. Heute ist IBC SOLAR einer der weltweit führenden PV-Spezialisten und mit Tochterunternehmen in Europa, Asien und den USA vertreten.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?
Travnicek: Wir wollen unser Fachpartnernetz weiter ausbauen und unseren Absatz steigern. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen vom Strom aus Sonnenlicht profitieren. 




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