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2. 9. 2010, 21:32
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Kultur
Bibel für das 21. Jahrhundert
13. 5. 2009

Neue tschechische Übersetzung: Das Buch der Bücher verständlich und „zu christlichen Preisen“



Pünktlich zum Osterfest gab die Stiftung „Neue Kralitzer Bibel“ den erfolgreichen Abschluss ihrer mehr als 15-jährigen Arbeit an einer neuen vollständigen Übersetzung der Bibel bekannt. In der Prager  Bethlehemskapelle, einst Predigtstätte des tschechischen Reformators  Jan Hus, stellten am Gründonnerstag der Leiter des Übersetzerkollektivs Alexandr Flek und der Vorsitzende des tschechischen ökumenischen Rats der Kirchen Pavel Černý die neue Übersetzung der Öffentlichkeit vor. Prominente tschechische Schaulspieler trugen ausgewählte Textstellen vor, und das Fernsehen berichtete über das Ereignis ausführlich. Vergleichbare Veranstaltungen fanden gleichzeitig auch an über vierzig anderen Orten in Tschechien statt.

Auf dem Buchmarkt ist die neue Bibel- ausgabe seit Anfang April unter dem Titel „Die Bibel – Übersetzung für das 21. Jahrhundert“ oder kurz: „Bibel21“ erhältlich. Der gesamte Text der neuen Bibelübersetzung ist aber nicht nur in Buchform, sondern gleichzeitig auch im Internet zugänglich.
Wie der Titel andeutet, will die Übersetzung besonders die jüngere Generation der tschechischen Leser ansprechen. „Bibel21“ präsentiert die überzeitliche Botschaft der Bibel in gegenwärtigem und gut lesbarem Tschechisch. Sie bemüht sich um größtmögliche Treue zu den ursprünglichen hebräischen, aramäischen und griechischen Texten, will  aber zugleich den heutigen Leser ansprechen – unabhängig davon, ob  dieser täglich aus der Bibel seine Inspiration schöpft oder diese etwa zum ersten Mal aufschlägt.

Im tschechischen Sprachraum standen bislang lediglich zwei komplette  Übersetzungen der Heiligen Schrift zur Verfügung: die Kralitzer Bibel  (von 1579 bis 1594) und die tschechische ökumenische Bibelübersetzung (von 1961 bis 1979). Die alt-tschechische Kralitzer Bibel wird bis heute vor allem aus ästhetischen Gründen in den Gottesdiensten der evangelischen Kirchen verwendet, erweist sich aber aufgrund ihrer genauen Wahrnehmung des Urtextes auch beim Bibelstudium als sehr hilfreich. Für den heutigen Leser ist dieser Text allerdings nur noch sehr schwer verständlich. 

Den gesamten Artikel können Sie in der Druckausgabe der Prager Zeitung oder in unserem ePaper lesen.



Von Christof Lange

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