Mit dem Via Carolina Running sollen die traditionellen Verbindungen zwischen Nürnberg und Prag wieder aufleben
„Die Tour de France ist out, Via Carolina Running ist in“, erklärte kurz vor dem Start Mario Wallrath, Organisator des Staffellaufs von Prag nach Nürnberg. Allerdings hatte sich dies in Prag noch nicht herumgesprochen. Denn das Rennen fand fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Weder jubelnde Massen noch ein Verantwortlicher der Stadt waren zum Startschuss vor Ort. „Das ist erst unser zweiter Lauf, und wir hoffen, dass im nächsten Jahr auch in Prag Vertreter des Rathauses anwesend sein werden. In Deutschland jedenfalls konnten wir 11 von 14 Bürgermeistern an der Trasse begrüßen, und sicherlich wird dort die Stimmung gut gewesen sein“, fährt er fort. Auf tschechischem Gebiet gab es lediglich in Pilsen eine Versorgungsstation. Aber auch in der Bierstadt rechneten die Veranstalter von vorn herein nicht mit allzu regem Andrang.
In diesem Jahr gingen sechs Teams an den Start, um die alte Handelsstraße, die mehr als 300 Kilometer lang ist, zu bewältigen. Von Prag führte der Weg über Pilsen, Eslarn, Wernberg, Sulzbach-Rosenberg, Hersbruck und Lauf nach Nürnberg. „Rund 70 Prozent der Strecke befindet sich auf der Goldenen Straße, somit ist die Strecke etwas kürzer geworden“, erklärt Frank Bergner, Geschäftsführer des Unternehmens Ribe, der mit seinem Team vertreten war.
Die Teams stammten ausschließlich aus dem Frankenland, eine tschechische Mannschaft ging nicht an den Start. Einzig das Team Ribe konnte einen tschechischen Mitarbeiter für den Lauf gewinnen. Mitmachen konnte jeder, ob Mann oder Frau, ob Amateur oder Profi. Im Vordergrund stand die gute Sache, nämlich die historischen Verbindungen zwischen Nürnberg und Prag wieder aufleben zu lassen. Jeder Läufer musste zehn Kilometer absolvieren.
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Von Bernd Rudolf