Internationaler Staffellauf verbindet die Partnerstädte für einen guten Zweck
Am 21. Juli um 12.00 Uhr wird der Startschuss für den zweiten Via Carolina Staffel-Lauf in Prag fallen. Vom Altstädter Rathaus aus geht es vorbei an Pilsen und durch den Böhmerwald bis nach Nürnberg. Dort wollen die Sportler schon einen Tag später gegen 20.00 Uhr am Schönen Brunnen eintreffen. Zwischen den beiden Orten liegen für die Läufer 313 Kilometer und etliche Höhenmeter, die es zu bezwingen gilt.
Ins Leben gerufen wurde das Event vor einem Jahr von Mario Wallrath als private Initiative. Schon dieses Jahr ist es den Kinderschuhen ein Stück entwachsen. Der Lauf steht zum ersten Mal für alle interessierten Läufer offen, Männer und Frauen zwischen 18 und 80 Jahren können sich anmelden. Mehrere Einzelläufer und Teams haben dies bereits getan. Mit dem Bürgermeister Nürnbergs, Horst Förster, als Schirmherr konnten die Organisatoren einen namhaften Unterstützer gewinnen.
Die einzelnen Teams werden aus zehn bis zwölf Läufern bestehen, die in den 32 Stunden je drei Etappen zu zehn Kilometern zurücklegen sollen. Begleitet werden sie von ein bis zwei Fahrrädern, die sie mit Getränken versorgen, und einem Auto.
Die Grundmotivation der Veranstaltung ist es, im Team sportlich zwei Länder und Städte zu verbinden. Es wird also nicht nur eine unkonventionelle Verbindung zwischen den beiden Partnerstädten geschaffen, die Veranstalter wollen „auch den Teamgedanken fördern“. „Dies stellt auch die Motivation unserer vielen Firmenteams dar“, erläutert Wallrath. Außerdem wird der Lauf mit einer Spendenaktion für schwer kranke Kinder verknüpft. Auf das Leid krebskranker Kinder aufmerksam zu machen war schon im letzten Jahr ein Anliegen des Laufs. Das dort gesammelte Geld kam dem Verein Toy Run in Erlangen zu Gute. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, schwer kranken Kindern und Jugendlichen ihre Herzenswünsche zu erfüllen und mit Aktionstagen und Festen im Kinder-und Jugendkrankenhaus den Aufenthalt dort zu erleichtern. Mit seinem Engagement kann der Verein die Lebensqualität und die Lebensfreude der Patienten verbessern.
Auch einen historischen Anknüpfungspunkt bietet der Lauf. Die Strecke zwischen Prag und Nürnberg hat eine alte Tradition. Während der Herrschaft Karls IV. wurde die Via Carolina, auch „goldene Straße“ genannt, eine der wichtigsten Handelsrouten. Auch politisch war sie von hoher Bedeutung. Karl IV. benutzte sie bei seinen zahlreichen Besuchen in Nürnberg. Mit diesem Weg schuf er eine Landbrücke zwischen seinem böhmischen Stammland und den Reichslanden um Nürnberg. Durch zahlreiche Burgen, die an der Strecke noch heute von seiner Herrschaft zeugen, wurden die Reisenden auf der „Via Carolina“ geschützt.
Neben zahlreichen Sponsoren hofft das Organisationsteam auch auf rege Publikumsteilnahme an Start und Ziel. Und auch an der Strecke sind Anfeuerungsrufe zur Untersützung und Motivation gern gesehen.
Informationen:
www.viacarolinarunning.com